Die Segelsaison 2008 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
Die Segelsaison 2007 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
Bericht Jugendwart Saison 2007 Stephan Moers
Bericht Takelmeister 2007 Dr. Thorsten Brikey
Bericht 1. Beisitzer 2007 "Jedermann Segeln" Dr. Michael Egghart
Die Segelsaison 2006 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
Bericht Jugendwart Saison 2006 Stephan Moers
Bericht Takelmeister 2006 Dr. Thorsten Brikey
Bericht 1. Beisitzer 2006 "Jedermann Segeln" Dr. Michael Egghart
Die Segelsaison 2005 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
Die Segelsaison 2004 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
Die Segelsaison 2003 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Bericht 2. Beisitzer - Veranstaltungen im Jahr 2003
Die Segelsaison 2002 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Bericht 2. Beisitzer - Veranstaltungen im Jahr 2002
Die Segelsaison 2001 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Die Segelsaison 2000 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Ausbildung im SCMsp im Jahr 2000
Veranstaltungen der Saison 2000
Die Segelsaison 1999 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Die Segelsaison 2007 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
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Liebe Seglerinnen und Segler, liebe Clubmitglieder und Freunde des SC Mainspitze, |
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wieder liegt ein ereignisreiches Jahr hinter uns, wir haben schwerwiegende Entscheidungen im Vorstand getroffen und in der Jahreshauptversammlung diskutiert, immer noch liegen schwerwiegende Entscheidungen vor uns und hoffentlich ein erfreulicheres Neues Jahr.
Blicken wir kurz zurück: Wieder waren die Witterungsverhältnisse für uns Segler ungewohnt: Wunderschöner und sehr heißer Frühling, verregneter und kühler Sommer, nur der Herbst war „wie üblich“ -- aber was heißt das schon im Zeichen globaler Erwärmung. Jedes neue Jahr bietet neue Chancen und Risiken und schlechtes Wetter gibt es angeblich sowieso nicht, nur ungeeignete Kleidung. Das haben zwar auch unser Finanzminister Dieter Schmidt und ich im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ bei unserem Törn vom Rhein zur Donau, aber zum dritten Mal in meiner nun doch immerhin schon fünf Jahrzehnte langen Segel und Wasser-Wander-Karriere habe ich vor Kälte und Nässe kapituliert und einen an sich länger geplanten Törn vorzeitig abgebrochen. (Das erst Mal auf der Mosel, das zweite Mal auf der Ostsee, dieses Mal auf dem Main). Die Kälte an der Pinne im offenen Cockpit kriecht halt doch in die alten Knochen und Gelenke. Da hilft Regenschutz wenig.
Zurück zum Club: 25jährige Jubiläen gibt es häufig, aber wie kann man angemessen für 25jährige Vorstandstätigkeit ehren? Das hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Neben Ehrenbriefen vom Land, dem DSV, HSV und der Wasserschutzpolizeien beidseits des Rheins, für die ich offene Ohren fand, erhielt unser Regattaleiter und Weinkenner einen edlen Tropfen aus jedem Jahr seiner Diensttätigkeit im Vorstand des SCM, darunter einige Eisweine. Die hatte Herr Keßler in Martinsthal, der mich schon manches Mal bei verrückten Wünschen unterstützt hat, persönlich aus seinem Keller gesucht, etwas Besonderes eben. Herr Eider hat es verdient und Herrn Keßler sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!
Im Clubhaus, der alten Festung Mainspitze, ist nunmehr auch die Abnahme der Feuerschutzmaßnahmen ist endgültig, Wohnung, Nutzung als Clubraum usw. sind legalisiert, die Genehmigungsakte ist geschlossen. Ich danke den Verantwortlichen in der Stadt Mainz, in unserer Gemeinde und im Kreis ausdrücklich, aber auch all unseren Aktiven, die dazu beigetragen haben. Sie, liebe Mitglieder, erinnern sich vielleicht noch an den humorvollen Bericht von unserem segelnden Architekten auf der Jahreshauptversammlung!
Dort habe ich auch von einer großen Freude berichtet: Eine junge Mutter beantragt die Aufnahme bei uns, weil, so erklärte sie öffentlich, sie hier die beste Jugendarbeit gefunden hätte und weil sie die gerne ihren Kindern gönnen möchte. Kann es ein schöneres Lob für unsere Anstrengungen geben, die Nachwuchsarbeit zu fördern? Und wir wollen sowohl für sie als auch für älter werdende Mitglieder noch attraktiver werden. Deswegen stärken wir nicht nur die Optimistenflotte für die Jüngsten, sondern auch die Boote für Heranwachsende und jung gebliebene Erwachsene, die Jollen. In den Klassen Laser, 420er und Conger wollen wir unsere Regattafähigkeit pflegen. In unserem stehenden Hafengewässer und dem praktisch stehenden, sehr geschützten „Acker“ haben wir ideale Verhältnisse für Anfänger, für das Regattatraining und auch für das neu eingeführte, inzwischen beliebte, deswegen zukünftig regelmäßig angebotene „Jedermann-Segeln“. Der Rhein als Segelrevier stellt höhere Anforderungen, ist aber für Dickschiffe und erfahrene Jollensegler eine echte Herausforderung. Wenn es kräftig genug windet, macht das Navigieren mit den zusätzlichen Faktoren Strömung und Berufsschifffahrt großen Spaß, wenn! Dieses Jahr musste (wenn ich richtig informiert bin) keine Regatta auf dem Rhein wegen Flaute abgebrochen werden (wie sonst leider nicht ganz selten).
Das gute Verhältnis zu unseren Nachbarclubs zeigt sich nicht nur bei Regatten: In Eich haben wir geholfen, das 50jährige Jubiläum festlich zu begehen. Es war großartig, was man flussaufwärts alles auf die Beine (und Bühne) gestellt hatte. Mit Walluf stromabwärts verbindet uns nicht nur der gemeinsame Besuch der Boot in Düsseldorf, sondern auch die Regattagemeinschaft Mittelrhein und die Segelkameradschaft Ostsee mit dem Traditionssegler Anita (ein Traum-Traditionssegler OHNE Motor, vgl. Abbildung). Und auch diese Kooperationen sollen im neuen Jahr noch verstärkt werden: Ausbildung für und auf der Anita z.B.
Zum traditionellen (und wie gewohnt erfolgreichen) Ausbildungsprogramm kam neu hinzu der Funkkurs mit digitaler Technik und völlig geänderten Vorschriften. Auch diese Linie soll nach dem Anfangserfolg ausgebaut werden.
Clubleben bedeutet aber mehr, es bedeutet auch Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls
● bei gemeinsamer Arbeit im „Arbeitsdienst“: Es ist immer wieder erfreulich, für was alles der SCM Spezialisten aufbringen kann (Architektur, Bahn- und Bauwesen, Buchhaltung, Computerei, Elektrik, Fotografie, Handel, Juristerei, Kochkunst, Kraftfahrzeugbau, Logistik, Maschinenbau, Mechanik, Medizin, Montage, Motorkunde, Organisation, Sanitärinstallation, Versicherungswesen und so weiter bis hin zur Zahnmedizin)
● bei gemeinsamen Ausflügen und Besichtigungen: „Nix wie raus“ heißt es auch im neuen Jahr wieder und zu bewährten gibt es neue Angebote, die auch aus den Hobbies der Mitglieder entstehen. Die Besichtigung des Otto-Museums über den Erfinder des Otto-Motors mit anschließendem lukullischem Beisammensein war ein anregendes Beispiel.
● bei gemeinsamen Weinproben und Weinbergswanderungen: Sie passen zur Landschaft beidseits des Rheins, unseres Heimatreviers und sind gute Tradition.
● bei unseren vielfältigen Festen: Sommerfest, Hafenfest, Nikolaus mit Spaß-Regatta und so manche spontane Zusammenkunft in unserer Festung tragen viel dazu bei, dass wir uns besser kennen lernen.
● bei der Bootspflege: Im Winterlager der Boote finden sich sobald es wärmer wird die Eigner und Paten zum Säubern, Ausbessern, Schleifen, Pönen, Nähen und Planen. Bei den Fachgesprächen kommt man sich näher.
● auf unseren Booten: Gäste sind immer herzlich willkommen an Bord und werden staunen, wie gemütlich ein sonniger Abend an der Boje oder vor Anker auf dem Acker sein kann.
Manche gemeinschaftsfördernde Institution des SCM lernt man auch nach vielen Mitglieds-Jahren erst zufällig kennen. Das ging mir so, das geht auch anderen so. Viele Schätze des Clubs bleiben der Mehrheit unbekannt. Das wollen wir ändern durch weiter verbesserte Kommunikation: Nach innen mit verbesserter Information über die vielfältigen Möglichkeiten, die der Segelclub bietet. Nach außen durch weitere Intensivierung der so erfolgreichen Internet-, Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Wir gewinnen ja erfreulicherweise neue und auch jüngere Mitglieder. Eine Idee ist es, jedem neu Aufgenommenen einen altgedienten „Paten“ zur Seite zu stellen, der ihm hilft, sich in die Clubgewohnheiten und -möglichkeiten reinzufinden. Eine andere, eine Art „Prozeduren-Handbuch“ -- neuhochdeutsch „Frequently Asked Questions (FAQ) -- zu erstellen, das Anfängern beschreibt, wie Arbeitsdienst funktioniert, wie man an einen Spind kommt, wie man im Club private Feiern organisiert, die Jollen benutzt, sich für Regatten anmeldet, einen Liegeplatz bekommt, die Werkstatt und den Traktor nutzt und so weiter. Das Nachdenken über Prozeduren, Dienstleistungen und Möglichkeiten, den Club noch anziehender zu gestalten, hängt mit dem Punkt zusammen, mit dem ich dieses Editorial schließen will:
Wir werden im Neuen Jahr -- last but not least (um es mit Shakespeare zu sagen) -- die wichtige Entscheidung treffen müssen, zu der es 2007 nicht mehr kommen konnte: Das Clubhaus, unsere schöne Festung und das Gelände zu pachten oder ein anderes Domizil zu suchen. Eine wichtige Vorbedingung ist erfüllt: Unser Hafenvertrag ist grundsätzlich auf 25 Jahre verlängert. (Nur wenn sich die Geschäftspolitik des Eigentümers, der HTAG in Duisburg, ändert, kann uns vorher gekündigt werden) Damit steht es uns frei, in der Nähe des Hafens Anleger, Jollenwiese, Winterlagerplätze, Waschanlage, Hebebock, Jollenschuppen, Traktorgarage, Werkstatt und Clubräume für einen symbolischen Euro, also praktisch zum Null-Tarif zu pachten Aber, und das ist ein großes ABER, dafür müssen wir als SCM die öffentliche Hand von der Verpflichtung zum Unterhalt der denkmalgeschützten Liegenschaft komplett entlasten. Der Vorteil für die Stadt Mainz ist klar: Sie muss keine Rückstellungen für Reparaturen mehr budgetieren, unser Vorteil wäre, dass wir dank der vorhandenen Experten manches (wenn auch sicher nicht alles!) ehrenamtlich im Rahmen des „Arbeitsdienstes“ machen können, dass wir selbst bewerkstelligen können, wofür andere Handwerker rufen müssen, dass damit der Unterhalt durch uns der öffentlichen Hand und dem Steuerzahler Geld spart. Sind wir bereit, das Risiko zu tragen? Wie können wir die Festung mit noch mehr Leben füllen, noch besseren Service für Mitglieder bieten? Sind wir bereit die Verantwortung zu übernehmen? Die Frage muss demnächst nach sorgfältiger Diskussion entschieden werden. Und Ihr/Sie alle bitten wir herzlich, uns dabei zu helfen mit Engagement für die gemeinsame Sache, unseren SCM, und auch mit sachlich-konstruktiver Kritik.
Wolfgang Giere Jan. 2008
Bericht Jugendwart Saison 2007 Stephan Moers
| Ab Anfang Mai ist es wieder soweit. Das Segeljahr 2008 kann beginnen. „Auf welchem Boot fahre ich?“, eine Frage die sich Neuankömmlinge im Segelclub Mainspitze wie auch gewiefte JungseglerInnen jedes Jahr neu stellen. Und wenn ich dann auf den Optimisten zeige, dann halten das nicht wenige für allzu optimistisch, sich mit so einem Gefährt auf das Wasser zu wagen, geschweige denn zu segeln. Auch ablehnende Haltungen von Seiten junger SeglerInnen konnten schon wahrgenommen werden: „Das ist doch ein Kinderboot, oder?“ Doch die wenigsten wissen welch glorreiche Geschichte sich hinter dieser „Klasse“ verbirgt. | ![]() |
Vor 60 Jahren wurde dieses Boot von Clark Mills erfunden, er nannte es selbst einmal liebevoll „Pferdetrog“. Aber die eigentliche Idee zu diesem Boot kam von einem gewissen Major Clifford McKay. Im Pensionsalter engagierte er sich in der Jugendarbeit von Clearwater/Florida und es kam zur Entscheidung welches Projekt gefördert werden sollte. Zur Auswahl standen Seifenkistenrennen und andere Sportarten. Das Segelprojekt gewann. Wer jetzt vermutet, dass der Bug des Optimisten deshalb so aussieht wie er aussieht, weil man die Betreiber des Seifenkistenprojektes nicht gänzlich vergraulen wollte täuscht. Nein, McKay beauftragte Clark Mills mit der Konstruktion, wichtigste Voraussetzung: Das Schiff durfte nicht teurer sein als 50 Dollar und man sollte es zu Hause in der Garage zusammenbauen können. Und weil 50 Dollar für ein komplettes Schiff sehr wenig waren, kam Clark Mills auf die Idee den traditionellen Bug einfach wegzulassen und stattdessen ein Brett zu montieren. McKays Sohn war der erste Optisegler, der den Prototyp testen durfte. Er segelte es danach mit Begeisterung. „Häufig sprangen wir direkt vom Schulbus in unsere Schiffe“, erzählt er McKay (vgl. Yacht 17.12.2007). Inzwischen segeln über eine halbe Millionen weltweit.
Kinder und Jugendliche lernen heute noch sehr viel auf dem so genannten „Opti“. Aber, was kann man denn so alles beim Segeln lernen bzw. kennen lernen: Sport, Abenteuer, Anspannung, Konzentration? In einer Zeit, die von Parolen wie „Geiz ist geil“ oder „Wir hassen teuer“ geprägt ist, lernen Kinder und Jugendliche noch etwas anderes, nämlich „verschwenderisch“ mit ihren Fähigkeiten umzugehen.
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Beim Segeln braucht man manchmal ganz viel Zeit, der eine mehr der andere weniger. In dieser Zeit, die ich mir „verschwenderisch“ selber schenke, kann ich mich z.B. in einem Optimist als geschickten, faire/n SportlerIn erleben, als jemand, der mit anderen zusammenarbeiten bzw. lernen kann (z.B. auch in einem 420er, 470er) und der Geduld zeigt, kurz für den Langweile ein Fremdwort ist. „Verschwenderisch“ sein ist gut, wenn einer nicht klar kommt mit seinem Boot und ein anderer „verschwenderisch“ sein Wissen oder seine „Hand“ zu Verfügung stellt, |
| …oder wenn bei der Ferienkarte zahlreiche junge und nicht mehr ganz junge SeglerInnen Kindern und Jugendlichen aus Mainz dabei helfen eigene Segelerfahrungen zu machen,…oder wenn wir uns zu unserem obligatorischem Zeltlager auf unserer Jollenwiese treffen und feiern, …oder wenn wir unseren JungseglerInnen mit vereinten Kräften bis in die Nacht hinein dabei helfen den Jüngstenschein am folgenden Tag zu bestehen, …oder wenn wir ab April wieder Samstags ab 13:00 Uhr gemeinsam trainieren. Übrigens, wir suchen dringend (auch reparaturbedürftige) Boote des Typs Laser. | ![]() |
Für diejenigen, die körperlich aus dem Opti herausgewachsen sind (geistig kann man das nicht!) benötigen wir neben dem 420er bzw. 470er eine Alternative im Einmannboot. Der Laser ist meiner Meinung nach die ideale Jolle, um die Grundtechniken des Segelns, z.B. Wenden, Halsen, Kenterung, Trimmen, Gleiten, zu vertiefen. Sachdienliche Hinweise führen bestimmt zum Ziel. Also, macht euch vielleicht jetzt schon Gedanken darüber in welcher Bootsklasse wir uns wieder auf dem Rhein sehen. Noch ein kleiner Tip: Wem die Segeltermine im Jugendsegeln nicht reichen (kann ich verstehen!), beim „Jedermannsegeln“ dürfen Geübte gern die Pinne halten. Und wer von euch schon immer mal auf einer Fahrtenseglerregatta mit fahren wollte, heuert doch einfach mal an. Die Regattateilnehmer von letztem Jahr findet ihr im Bordbuch. Ruft doch einfach mal an!
Mast und Schotbruch wünscht euch euer Stephan Moers.
Bericht Takelmeister 2007 Dr. Thorsten Brikey
Wieder neigt sich ein -Geschäfts-Jahr dem Ende zu und mit Erstaunen stelle ich fest, dass dies schon das zweite Jahr ist, in dem ich das Amt des Takelmeisters bekleide. Bei den großen Herausforderungen des Clubs hat sich die Welt leider nur langsam gedreht. Erfreulicherweise konnte das Thema Brandschutz abgeschlossen werden und sowohl die Nutzung der Hausmeisterwohnung als auch diejenige des Forts Mainspitze als Vereinshaus sind genehmigt. Die genauen Umstände wird Walter Wilking in seinem Bericht würdigen.
Nicht ganz so positiv stellt sich die Situation in Frage des Erbpachtvertrages mit der Stadt Mainz dar. So ist es bisher nicht zu einer außerordentlichen Hauptversammlung gekommen, in deren Verlauf der Verein über einen möglichen Erbpachtvertrag mit der Stadt Mainz über das Fort Mainspitze entscheiden kann. Persönlich hat mich bei allen geführten Gesprächen gefreut, dass sowohl die Stadt Mainz als auch die Gemeinde Ginsheim starkes Interesse daran geäußert haben, den Vertrag mit unserem Verein abzuschließen.
Im Jahr 2007 schien sich auch die Natur an die Termine des Segelclubs Mainspitze zu halten. So tobte der Sturm Kyrill im Januar genau zwei Tage vor dem Arbeitsdienst über das Rhein-Main-Gebiet. Dabei verursachten umstürzende Bäume an drei Schiffen Schäden. Auch zwei Pfeiler der Strom-Versorgung wurden in Mitleidenschaft gezogen. Aber eine Schar von Helfern war umgehend zu Stelle, um das Gelände zu sichern und der nachfolgende Arbeitsdienst konnte sich mit der nachhaltigen Beseitigung der Schäden beschäftigen. Dies war für mich wieder ein Beleg dafür, dass unser Verein lebendig ist und sich viele Mitglieder für die Belange des Vereins verantwortlich fühlen. Im August wurde eine Hochwasserwelle pünktlich zum Arbeitsdienst vorhergesagt, der Scheitel blieb mit 5,40 Meter am Pegel Mainz deutlich unter den Vorhersagen, führte aber dazu, dass der Arbeitsdienst zur Sicherung der Boote auf der Jollenwiese genutzt wurde.
Auch der September bot wieder eine interessante Aktion: das Club-Gebäude wurde nachhaltig geputzt. Der ursprüngliche Plan, die gesäuberten Club-Räume der Hausmeisterin zu übergeben, scheiterten jedoch an gesundheitlichen Problemen von Frau Munk. Von dieser Stelle nochmals gute Besserung.
Apropos Arbeitsdienst; Ich freue mich darüber, dass es Mitglieder gibt, die sich für die unterschiedlichsten Aufgaben verantwortlich fühlen und ohne dieses Engagement wären die Aktivitäten des Segelclubs nicht oder nur teilweise möglich. Dieses ist gut und ich möchte daran keinesfalls etwas ändern! Aber der monatliche Arbeitsdienst bedarf meiner Meinung nach einer stärkeren Steuerung; Im Laufe des Jahres sah ich mich mehrmals mit der Situation konfrontiert, dass zu viele Arbeitswillige für zu wenige Arbeiten oder zu wenige für eine zu große Arbeitsmenge zum Club-Gelände kamen. Insbesondere erscheint es mir wichtig, dass in den Wintermonaten Oktober, November und Dezember das Laub, welches in dieser Zeit in rauen Mengen von den Bäumen fällt, beseitigt wird. Dies ist bei jeweils zwei Arbeitswilligen im Oktober und November 2007 schwerlich zu erreichen. Insofern muss über verschiedene Modelle nachgedacht werden, wie eine solche Steuerung erreichbar ist.
Dies gilt umsomehr, als nach Abschluss des Erb-Pachtvertrages durchaus eine größere Arbeitsmenge, als die bisherige zu erwarten ist. Für Anregungen bin ich dankbar und denke, dass dieses Thema im Laufe des Jahres 2008 die Diskussionen im Club bereichern wird.
Eine Rückschau ist aber auch immer Gelegenheit, sich mit den neuen, vor uns liegenden Aufgaben zu beschäftigen. So ist der Motor der Jollenwinde im vergangenen Jahr einem Defekt erlegen. Dies bietet die Möglichkeit, die bestehende Anlage bis zur Segelsaison 2008 so zu modernisieren. Die Nordwand des Festungsgebäudes ist nach wie vor nicht dicht, weshalb ein Dach über den Affenfelsen diesen vor Regen schützen soll. Unser Vereinskamerad Walter Wilking hat die ihm sich bietenden Möglichkeiten genutzt und seinen Studenten eine sogenannte „Stehgreif-Aufgabe“ gestellt. Der Plan besteht, die eingereichten Entwürfe durch die Club-Versammlung bewerten zu lassen und einen – den prämierten – nach Rücksprache mit unserem Kassenwart auch zu realisieren.
Eine weitere große Herausforderung ergibt sich für den Club aus der Entscheidung, dass sich zukünftig die Wege unserer Hausmeisterin Frau Munk und des SCMs trennen werden. Bis ein geeigneter Nachfolger gefunden worden ist, werden die vielfältigen Arbeiten – insbesondere die kulinarische Versorgung bei Clubabenden und Regatten – durch die Vereinsmitglieder geleistet werden müssen. Auch zu diesem Punkt erwarte ich rege Diskussionen im Verein.
Bleibt mir noch, allen, die mich im Laufe dieses Jahres unterstützt haben – auch wenn ich in diesem Bericht keinen namentlich erwähnt habe –, auf das herzlichste für ihr Engagement zu danken, verbunden mit der Hoffnung, dass ich auch im nächsten Jahr wieder auf eine so tolle Unterstützung rechnen kann.
Thorsten Brikey Jan. 2008
Bericht 1. Beisitzer 2007 "Jedermann Segeln" Dr. Michael Egghart
Die Plattform für jedermann und jederfrau unseren schönen Sport in Gemeinschaft ausüben zu können – natürlich auch für Vereinsmitglieder!
Erfahrungsbericht im Rüsselsheimer Echo vom 11.08.07:
"Vorwärtskommen ist Glückssache"
Segelclub
Mainspitze: Beim Anfängerkurs bekommen Teilnehmer erste Eindrücke auf
schwankenden Bootsplanken
GUSTAVSBURG.
„Der verhungert da vorne“, sagt Jupp Wettig und blickt über das Wasser. „Segeln
ist eine tolle Sache – wenn Wind weht.“ Keine steife Brise, sondern ein laues
Lüftchen spielte vor wenigen Tagen mit den weißen Segeln der Jollen.
Vorwärtskommen war Glückssache.
„Segeln für Jedermann“ bot der Segelclub Mainspitze zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Sowohl Kinder und Jugendliche, wie auch Erwachsene, will der Verein den Segelspaß näher bringen. Mit drei Booten holten versierte Mitglieder die Neulinge an der Steganlage ab, um mit ihnen in den „Acker“ zu fahren. Der 1,8 Kilometer lange Rheinausläufer ist ideal für erste Übungsversuche. Hier hält der Verein seine Kurse.
Immer dabei ist das mit zwei Personen besetzte Sicherungsboot. Sollte eine Jolle kentern, können die Schiffbrüchigen schnell aus dem Wasser gefischt werden. Schwimmen müssen alle Bootsbenutzer können, sonst dürfen sie nicht aufs Wasser, betont Jupp Wettig.
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Auch auf dem „Acker“ herrscht ein reges Treiben. Hier üben nicht nur die Segelanfänger des Clubs und der nahen Segelschule. Von Mainz kommen die Ruderer zum Trainieren in den Flussarm. Paddler zieht das ruhige Gewässer ebenfalls an und zusätzlich haben dort die Wassersportfreunde Bleiaue ihre Motorboote an einer Steganlage liegen. Wer muss wem ausweichen, das ist eine Frage, die mit den Segelanfängern frühzeitig besprochen wird, um Kollisionen zu vermeiden. | |
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Auch der Kontakt mit großen Tankern bleibt nicht aus. Da die Einfahrt zu der Hafenanlage des Gustavsburger Tanklagers am „Acker“ vorbeiführt, können sich große Schiffe und kleine Jollen ins Gehege kommen. Da heißt es schon mal Paddel rausholen, wenn die Windkraft zum Wegsegeln nicht reicht. |
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Mit strahlenden Gesichtern klettern die Neulinge beim „Segeln für Jedermann“ zu einem kurzen Törn in das schwankende Boot. Fünf Personen dürfen mitfahren. Normalerweise wird eine Jolle mit zwei Seglern besetzt. Wer zufällig in der Nähe des Ruders sitzt, muss gleich anpacken und das Boot auf Kurs bringen.
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Den Kopf einziehen, das lernen alle Insassen sofort. Einen schmerzhafter Erstkontakt mit dem Baum versuchen alle zu vermeiden. Vier Stunden lang kreuzen die Segler beim Kurs vom Steg zum Übungsgelände und zurück, damit jeder Besucher einen ersten Eindruck auf schwankenden Bootsplanken gewinnen konnte. |
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Drei Monate lang sind Anfänger auf dem „Acker“ aktiv, bis sie aufs offene Wasser, dürfen, weiß Wettig aus Erfahrung. Im Hauptstrom des Rheins müssen die Segler dann nicht nur auf den Schiffsverkehr achten, sondern sich auch neben dem Wind mit der Strömung auseinander setzten. |
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Zur Praxis, die beim Segelclub immer samstags vermittelt wird, kommt die Theorie. Dafür ist der Mittwoch reserviert, an dem nicht nur Knoten geübt werden, sondern alles rund um den Segelsport vermittelt wird. Für Kinder gibt es zusätzlich einmal im Jahr ein Zeltlager. Da tollen sie drei Tage auf dem Vereinsgelände herum und üben spielerisch sowohl Theorie wie Praxis."
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Von Mai bis Oktober treffen wir uns immer am 1. Samstag im Monat um 13:00 Uhr auf unserer Jollenwiese um die seglerische Weiterentwicklung auch nach dem Schein voranzutreiben. Sei es die Verbesserung von Wende-, Halse-, Spimanöver oder einfach nur entspanntes Lustsegeln im Acker. Für jeden Geschmack und Leistungsstand ist etwas dabei. Die vereinseigenen Segeljollen stehen alle zum Ausprobieren zur Verfügung. |
Genauso ist diese Veranstaltung aber auch für alle Interessierten gedacht, die unseren Sport und unseren Verein einmal unverbindlich kennen lernen wollen.
Michael Egghart
Die Segelsaison 2006 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Wolfgang Giere
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Liebe Seglerinnen und Segler, liebe Clubmitglieder und Freunde des SC Mainspitze, |
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ein aufregendes Jahr liegt hinter uns, schwerwiegende Entscheidungen liegen vor uns:
Viele haben im vergangenen Jahr die wunderschönen Sonnenperioden nutzen können. (Bei meiner Frau und mir fingen sie leider im Mai und im Spätsommer gerade an, als wir frustriert von Kälte und Sturm in den Gewässern um Usedom, Rügen und Hiddensee wieder zu Hause waren). Schöne Berichte im Bordbuch zeugen vom Unternehmungsgeist der Mitglieder. Unser Clubwimpel schmückte wieder viele Reviere und Häfen. Auch die Regatta-Tätigkeit war wieder lebhaft, wenn auch nicht unbeeinflusst durch höhere Gewalt. Vom großen Zulauf beim Ferienspaß konnte ich mich selbst überzeugen. Ich konnte nur staunen, mit welcher Selbstverständlichkeit die Jüngsten unsere Optimisten über den Acker schipperten.
Aber es gibt noch mehr Erfreuliches: Das Dach ist dicht, die Hausmeisterwohnung ist genehmigt, die Nutzung der alten Festung Mainspitze als Clubraum ebenfalls. Auch wenn das vielleicht nicht so deutlich geworden ist: Es hat den Verantwortlichen viel Arbeit gemacht (denken wir z.B. nur an die noch immer nicht völlig abgeschlossenen Feuerschutzmaßnahmen) und ich bin ihnen sehr, sehr dankbar für ihren Einsatz für den Club, ihnen und auch all den Vielen, die geplant und in Notfall-Einsätzen geholfen haben, unsere Vereins-Anlagen und das Gelände in Schuss zu halten: Die Ersatz-Reparatur des Steigers war so ein Beispiel unter vielen, ein auffälliges. Viele fallen nichts ins Auge, die Reinigung der Waschanlage-Becken etwa, die Elektroreparaturen, die Beseitigung von Schutt, die Wartung von Booten und Traktor oder das Anliefern von Holz zur Reparatur des Bootsschuppens. Ich kann und will nicht alles nennen, was mir positiv aufgefallen ist an Hilfe, aber ich bin einem jeden herzlich dankbar.
Besonders erfreulich finde ich, dass sich Club und Vorstand verjüngen, auch wenn die Statistik das noch anders sieht: Sie wissen, es ist erfreulicherweise bei uns immer möglich, fachkundige Hilfe für Einzelaktionen zu finden (siehe oben), nicht ganz so einfach ist es dagegen, Freiwillige zu finden für die Routineaufgaben im Vorstand. Aber es ist uns gelungen, Jüngere zu shanghaien und sie haben sich blendend eingeführt, finde ich. Neue Anregungen und Wiederbeleben alter Traditionen, z.B. das Grillen nach den Regatten, neue Kooperationen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen, neue Initiativen in Haus und Hof, sind ihr sichtbarer Erfolg. Danke im Namen aller! So betrachtet lebt der SCM und bereitet sich auf die Zukunft vor:
Vor uns liegt ein Jahr großer Entscheidungen. Unser Clubhaus steht uns nicht mehr gegen Miete zur Verfügung, wie bisher. Können wir den Schritt wagen, es in Erbpacht zu übernehmen, wie uns das vom Eigentümer, der Stadt Mainz nahe gelegt wird? Zunächst einmal müssen wir der Stadt danken für die sorgfältige und denkmalgerechte Sanierung des Daches. Ohne diese wichtige Reparatur könnten wir dem Gedanken nicht näher treten, die Festung in eigene Verantwortung zu übernehmen. Aber auch so bleiben hohe Risiken abzuwägen gegen die Freude, ein so schönes Clubheim benutzen zu können. Wie beruhigend, dass uns zur Beratung weiterhin Dr. Münzenberg, unser verdienter, leider jetzt emeritierter Schriftführer zur Verfügung steht. Die Beratung wird noch vieler Diskussion bedürfen. Schon im Februar geht es in die nächste Verhandlungsrunde. Aber auch hier stelle ich mit großer Dankbarkeit fest, wie ernsthaft die Mitglieder ihre Mitverantwortung wahrnehmen und wie fruchtbar sie die schwerwiegende Entscheidung mit diskutieren. Herzlichen Dank auch hierfür! Ich denke, gemeinsam können wir zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommen, und können es dann auch gegenüber unseren Nachfolgern verantworten. Ich wünsche mir weiterhin sachkundige, engagierte Diskussion und schließlich einen gut vorbereiteten Beschluss mit tragfähiger Mehrheit.
Wolfgang Giere, Januar 2007
Bericht Jugendwart Saison 2006 Stephan Moers
Kinder- und Jugendsegeln beim SCMsp

Das Segeljahr 2006 auf dem Acker war windiger als das Photo vermuten lässt. Hier kämpft ein junger Segler und versucht jeden Windhauch aus zu nutzen, um doch noch Fahrt durch das Wasser zu gewinnen. Das ist Segeln mit seinen verschiedenen „Gesichtern“: einerseits lädt es zum Träumen ein, andererseits verlangt dieser Sport höchste Konzentration, sei es Niemanden zu rammen oder eine Kenterung zu verhindern. Welches ist die optimale Segeleinstellung, sitze ich richtig im Boot kurz, den optimalen Speed zu finden, das ist die Kunst beim Segeln. Man ist eben abhängig von Wind und der Welle. Ein guter Segler/ gute Seglerin findet den Reiz bei jedem Wetter. Während des Samstags stattfindenden Kinder- und Jugendtrainings im SCMsp versuchen wir dem einen die Grundfertigkeiten des Segelns zu zeigen: wenden - halsen, Aufschießer, anluven - abfallen usw., andere Junge Segler/innen, die schon ihren Jüngstenschein (Segelschein) während des Zeltlagers bei uns gemacht haben, trainieren für die Jollenregatten, um vielleicht auch einmal als Clubmeister geehrt zu werden, den Pokal in den eigenen Händen zu halten. Schön war es im vergangenen Jahr, dass seit langem Mal wieder während der Jollenregatta eine Optiregatta stattfinden konnte. Der direkte Leistungsvergleich macht mehr Spaß als ein Wettkampf um Yardstick Punkte. Auffallend war dabei, dass das Miteinander auf dem Wasser eher das Wettkampfklima beherrschte, als ein Gegeneinander. Wir können gespannt sein auf die Saison 2007, ob sich auf diesem Gebiet eine neue Mentale Einstellung entwickelt. Der ein oder andere wird vielleicht dieses Jahr feststellen, dass der Opti langsam zu eng wird. Als gute Alternative bietet sich die 420er Klasse an. Im Team auf einem Boot zu segeln ist die eine Herausforderung, jedoch auch mal richtig das Segeln im Trapez und/ oder mit Spinnacker zu erleben, das sind Herausforderungen, das ist „Nervenkitzel“ pur.
Aufwiedersehen bzw. Mast und
Schotbruch,
Euer Stephan Moers (Jugendwart)
Während der Monatsversammlung im Oktober 2005 hielt ich mich unvorsichtigerweise in der Nähe des Vorstandtisches auf, geriet unserem ersten Vorsitzenden ins Blickfeld und erlag seinen Überredungskünsten. Dies ist die Kurzfassung, weshalb ich mich bei der Hauptversammlung im vergangenen Jahr für das Amt des Takelmeisters zur Verfügung gestellt habe. Nun jährt sich dieses Ereignis zu ersten Male und ich muss bekennen, dass ich diese Entscheidung bisher nicht bereut habe. Die Arbeit hat mir viel Freude bereitet, auch wenn das Amt manchmal ein hohes Konfliktpotential birgt. Insgesamt bin ich stark von vielen Vereinskameraden, sei es durch Rat oder Tat, unterstützt worden. Insbesondere hat es mich gefreut, dass es viele, meist erfahrene Clubmitglieder gibt, die sich für die verschiedensten Belange des Vereines zuständig fühlen und die entsprechenden Arbeiten geräuschlos „im Hintergrund“ erledigen.
Kunde von solchen Aktivitäten gab es häufig durch Aussagen der Form „Ich habe gerade mal … erledigt.“. Dieser Umstand kann in meinen Augen gar nicht überbewertet werden, weil sonst die vielfältigen Arbeiten, die naturgemäß an einem Anwesen anfallen, wie es der SCM als Clubgelände hat, nicht bewältigt werden könnten. Auch ist es ein Zeichen dafür, dass der SCM ein lebendiger Club ist und ich möchte mich auf diesem Wege bei all denjenigen bedanken, die mit ihrem Engagement mit dazu beigetragen haben. Ohne den Wert anderer Aktivitäten schmälern zu wollen – wollte ich sie an dieser Stelle im einzelnen aufzählen, würde dies den Rahmen des Bordbuches sicher sprengen – möchte ich stellvertretend die Arbeiten an unserem Jollensteiger erwähnen, der völlig ohne mein zutun restauriert wurde und im August ins Wasser gekommen ist.
Neben der Pflege von Haus und Hof wurde ich mit drei größeren Baustellen des Vereines konfrontiert: Vertragsgestaltung um die Nutzung des Forts Mainspitze, Dachsanierung und Brandschutzmaßnahmen. Dazu sei angemerkt, dass die Verhandlungen mit der Stadt Mainz über einen Erbpacht-Vertrag meines Dafürhaltens nach auf einem guten Weg sind, so dass der SCM auch weiterhin im Fort Mainspitze wird residieren können. Die Diskussionen zu diesem Thema werden nach gegenwärtiger Planung im Frühjahr/Sommer 2007 auf einer gesonderten Hauptversammlung geführt werden.
Eine positive Konsequenz der Verhandlungen um die Zukunft des Gebäudes war sicherlich, dass die Stadt Mainz dem SCM das Fort mit einem wasserdichten Dach übergeben will. Deshalb haben die Sanierungsmaßnahmen im Laufe des Augustes begonnen und seit Oktober des Jahres ist das Dach über der Hausmeisterwohnung dicht. Die nähere Zukunft wird zeigen, wie der Affenfelsen ebenfalls nachhaltig abgedichtet werden kann.
Zur Darstellung des Komplexes Brandschutz möchte ich kurz die Historie aufrollen. Der Kreis Groß-Gerau hat den SCM 2005 dazu verpflichtet, wenn er das Fort Mainspitze weiterhin als Versammlungsort nutzen und die Hausmeister-Wohnung vermieten möchte, ein Brandschutz-Gutachten zu erstellen und die darin aufgeführten Maßnahmen umzusetzen. Das Gutachten wurde dankenswerterweise von unserem Club-Kameraden Walter Wilking zu Beginn des Jahres erstellt und mit den Verantwortlichen des Kreises abgestimmt. Aufgrund der Fülle der darin aufgeführten Maßnahmen und des engen, vom Kreis gesteckten Zeitrahmens, hat der Vorstand beschlossen, einige der notwendigen Arbeiten durch eine externe Firma ausführen zu lassen. Die Koordination wurde unserem Club-Kameraden Frank Küpper übertragen, weil er in diesem Umfeld berufsbedingt über eine beträchtliche Erfahrung verfügt, wofür ich ihm auf diesem Wege danken möchte. Bei der Umsetzung wurden Brandlasten in Fluchtwegen entfernt (Eingangsbereich, Versammlungsraum), Brandschutzwänden eingezogen (zwischen Flur und Hausmeister-Wohnung, im Heizungs- und Versammlungsraum), Hinweis-Schilder auf Fluchtwege und Rauchmelder installiert, aber auch einige kosmetische Arbeiten, wie das Fliesen und Verputzen des Eingangsbereiches, ausgeführt. Die endgültige Abnahme der Brandschutz-Maßnahmen durch den Kreis Groß-Gerau steht noch aus, wird aber sicherlich noch im Laufe des Jahres 2006 erfolgen. Auch biete ich jedem Interessierten an, eine detaillierte Darstellung der Arbeiten zum Brandschutz zu geben.
Bleibt mir noch, allen, die mich im Laufe dieses Jahres unterstützt haben – auch wenn ich in diesem Bericht von zwei Ausnahmen abgesehen keinen namentlich erwähnt habe –, auf das herzlichste für ihr Engagement zu danken, verbunden mit der Hoffnung, dass ich auch im nächsten Jahr wieder auf eine so tolle Unterstützung rechnen kann.
Thorsten Brikey
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"Seglerischer Breitensport bedeutet weitgehend individuelle Gestaltung eines Sporterlebnisses, das in erster Linie an eigenem Können und an der eigenen Fitness orientiert ist. Beides zu entwickeln, zu festigen und nach Möglichkeit zu steigern bis hin zur sog. "persönlichen Bestleistung", ist übergeordnetes Ziel.
Wie auch immer sich ein Seglerleben entwickeln mag, Stets beginnt Segeln als Breitensport, denn unverzichtbare Grundlage aller Aktivitäten und damit breiten-sportliches Kernelement ist eine solide Ausbildung. Von den ersten Kenterübungen unserer Jüngsten im OPTI führt ein anspruchsvoller Weg über verschiedene Befähigungsstufen (Segel-/Sportbootführerscheine) und reicht bis zur Befähigung, eine Yacht eigenverantwortlich bis in Hochseereviere zu führen.
Was die oder der Einzelne letztlich daraus machen, ist unterschiedlich und abhängig von persönlicher Vorstellung über die geeignete Form einer Selbstverwirklichung in unserem schönen Sport. Keinesfalls aber soll die Erlangung des "Scheins" die Entwicklung beenden, - im Gegenteil: Ein Segelschein ist erst "Eintrittskarte" ins Seglerleben, und dieses ist verbunden mit ständiger Bereitschaft, hinzuzulernen. Immer wieder heißt es: "Üben, üben und nochmals üben!" ...nicht allein, natürlich, ...schließlich ist Segeln Mannschaftssport."
Ergänzend zur Führerscheinausbildung möchten wir allen Absolventen die Möglichkeit bieten, das Gelernte weiter zu üben und zu vertiefen, nicht zuletzt mit dem Ziel, die gemeinsame seglerische Kameradschaft zu stärken.
Von Mai bis Oktober treffen wir uns immer am 1. Samstag im Monat um 13:00 Uhr auf unserer Jollenwiese um die seglerische Weiterentwicklung auch nach dem Schein voranzutreiben. Sei es die Verbesserung von Wende-, Halse-, Spimanöver oder einfach nur entspanntes Lustsegeln im Acker. Für jeden Geschmack und Leistungsstand ist etwas dabei. Die vereinseigenen Segeljollen stehen alle zum Ausprobieren zur Verfügung.
Genauso ist diese Veranstaltung aber auch für alle Interessierten gedacht, die unseren Sport und unseren Verein einmal unverbindlich kennen lernen wollen.
Michael Egghart
Die Segelsaison 2005 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Giere
Liebe Mitglieder!
Dieses
Jahr will ich drei Punkte ansprechen:
Herzlichen Dank an alle,
Vorstandskollegen und aktive Mitglieder!
Es macht Freude, für einen so aktiven Verein tätig
sein zu dürfen.
Wolfgang Giere
Die Segelsaison 2004 - Bericht des 1. Vorsitzenden Prof. Wolfgang Giere
Liebe Wassersportlerinnen und Wassersportler,
vor einem Jahr haben Sie mich zum Nachfolger von Dr. Lehna
gewählt, der leider nicht mehr kandidierte. Jetzt muss ich Ihnen zum ersten Mal
Rechenschaft geben über meine Tätigkeit für den SCM. Vorab möchte ich mich bei
allen herzlich bedanken, die mir geholfen haben, in die neuen Aufgaben
einzusteigen und die verhindert haben, dass ich all zu große Fehler machte:
- Allen voran Dr. Lehna, der mich immer wieder beriet und der mich vielfach
unterstützt hat;
- Dann unserem 2. Vorsitzenden, Herrn Hessdörfer, der mich beraten und
vertreten hat;
- Und schließlich dem gesamten Vorstand, der mir die Arbeit stark erleichtert
hat, ohne den sie auch nicht zu erledigen gewesen wäre.
Ich habe mich bemüht, die so erfolgreiche Arbeit von Dr. Lehna und Herrn Hessdörfer fortzusetzen und den Vorstand bei der Wahrung der Clubtraditionen zu unterstützen.
Sie wären sicher gelangweilt, wenn ich Ihnen über jede
Entscheidung des Vorstandes, über Beschlüsse und Tagesprobleme im abgelaufenen
Geschäftsjahr berichten würde. Aber es gab und gibt Dauerbrenner, die uns stark
beschäftigt haben und weiter beschäftigen werden:
- Einmal die Verlängerung des Mietvertrages und Sanierung unseres Clubhauses
- Weiter die Pflege des Grundstückes
- Schließlich die Verlängerung des Mietvertrages für die Hafenanlage.
Zum Clubhaus:
Das „Fort Alte Mainspitze“ wartet schon lange auf ein neues Dach. Die Behörden blockierten sich gegenseitig, es ging nicht voran. Das zuständige Bauamt in Ginsheim Gustavsburg war frustriert, der Vermieter, die Stadt Mainz, handlungsunfähig, die Naturschutzbehörde hatte Sorgen und der Denkmalschutz Angst um das Gebäude. Es ist uns gelungen, alle an einen Tisch zu bringen. Das war eine große Versammlung und Sie werden sich erinnern, dass alle mit vereinten Kräften den großen Besichtigungstag vorbereitet haben. Auch dafür noch einmal herzlichen Dank! Die Besichtigung war ein Erfolg. Es ist gelungen, die gegenseitige Blockade in ein konstruktives Miteinander zu verwandeln. Jetzt bewegt sich de facto etwas und es bestehen begründete Hoffnungen auf ein neues Dach noch vor dem Winter. Auch den Entwurf für einen neuen, langfristigen Mietvertrag gibt es. Außerdem ist die Gemeinde Ginsheim Gustavsburg dabei, fehlende Genehmigungen wohlwollend zu prüfen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei dem Architekten, Prof. Wilking, herzlich bedanken für seine Unterstützung bei der Einreichung der nötigen Bauanträge. Derzeit verhandeln wir konstruktiv über ein Finanzierungsmodell, das einerseits den Vermieter nicht aus seinen Pflichten entlässt, andererseits weitere Verzögerungen vermeidet. So wie es aussieht, wird die Renovierung des Daches nicht an der Finanzierung scheitern.
Zur Pflege des Grundstückes:
Das Grünflächenamt der Stadt Mainz, zuständig für unser Grundstück, hat nach sorgfältiger Bestandsaufnahme eine Firma beauftragt, 25 Bäume zu fällen und den Gesamtbestand zu sanieren. Das wird demnächst erfolgen. Uns liegt natürlich besonders an der Pflege der Bäume, damit nicht wieder so ein Unglück geschieht, wie es mir selbst widerfahren ist. Das ist derzeit nicht auszuschließen, übrigens ist nicht nur Bruch verursacht durch Wind kritisch, sondern auch Schneebruch, wie wir ihn gerade massiv im Taunus hatten.
Zum Hafen:
Der Hafenvertrag ist nach zehn Jahren abgelaufen und verlängert sich derzeit jährlich um ein weiteres Jahr. Natürlich wollen wir gerne wieder einen länger laufenden haben und darüber wurde erfolgreich verhandelt. Näheres wird der Hafenmeister berichten. Bei der Gelegenheit wurde aber eines sehr deutlich: Man möchte von Seiten des Vermieters nicht viele Ansprechpartner haben, sondern möglichst einen einzigen, über den Beschwerden der Clubmitglieder kanalisiert werden. Dabei geht es um den nicht immer einfachen Interessenausgleich zwischen den Bedürfnissen der Berufsschifffahrt, die mit den Interessen der Bootseigner kollidieren.
In beiden Fällen, Clubhaus mit Grundstück und Hafen, muss leider der SCM in Zukunft mit gestiegenen Kosten rechnen. Aber die Erhöhungen sind mäßig und vorläufig zu verkraften, worüber unser Finanzminister berichten wird.
Die Vorbereitung einer Jahreshauptversammlung regt natürlich auch immer zum Nachdenken an darüber, was unser SCM ist, welche Stärken und Schwächen es gibt, was man denn gerne noch verbessern würde. In einem Verein wie unserem sollen sich ja viele zu Hause fühlen, Hilfe für Sport und Hobby bekommen und die Gemeinschaft fördern. Dabei gilt es nicht nur, Althergebrachtes auf die Waagschale zu legen. Das haben wir z.B. bei der Nikolausfeier getan, die mit Hilfe interessierter Mitglieder gegen die Zweifler wieder belebt wurde, so hoffen wir mindestens. Es gilt auch, die Mitglieder anzuregen, Neues anzustoßen. Einige solche Anregungen scheinen mir Erfolg versprechend:
Bereicherung der Seglerhocks durch Themen, wie z.B.
Bedienung des Hebebocks. Hier könnte ich mir auch weitere vorstellen über
Traktor, Farbsysteme, Antifouling, Motorpflege, Segelreinigung,
Batteriepflege, Landstrom, Bordelektrik, MOB-Erfahrungen usw. Vielleicht
können wir eine Organisation finden, die für neue Teilnehmerkreise ansprechend
ist. Erstrebenswert schiene mir, in diesem Zusammenhang auch von den
reichhaltigen Revierkenntnissen der Mitglieder zu profitieren: Warum nicht zu
einem Adria-, Bodden-, Dänische-Südsee-, Friese Meeren-,
Sauerkrautroute-Treffen einladen. Ich bin immer wieder beeindruckt von der
hohen Sachkompetenz der Mitglieder. Übrigens kann ich mir nicht nur den
Seglerhock auf diese Weise themenbezogen attraktiver vorstellen, sondern auch
das Internet als vereinsinternes Diskussionsforum, ein so genanntes Intranet.
Bereicherung der Monatsversammlungen durch Einladungen:
Sie erinnern sich an den Besuch des Architekten Dr. Fritzsche. Das war so eine
Einladung, ein positives Erlebnis für die die dabei waren. Warum nicht aber
auch mal Vertreter von Nachbarclubs, die ihre Aktivitäten vorstellen, oder
vielleicht auch Vertreter anderer Berufgruppen, mit denen wir uns die Gewässer
teilen.
Angebote zum praktischen Tun, z.B. Geknotetes Fancy Work als Weihnachtsgeschenk, Seemannsknoten über das Führerscheinminimum hinaus, Bau eines Beibootes, eines Buddelschiffes, eines Schiffsmodells, einer Tampentasche, Rezepte zum Kochen an Bord usw.
Wohlgemerkt: Ich habe nicht gesagt, der Vorstand solle das erarbeiten, organisieren, machen. Nein: Meine Intention ist, die Mitglieder, Sie alle, anzuregen, intensiv nachzudenken, was Sie besonders gut können, welche Veranstaltung Sie sich zutrauen und wie Sie damit zur Bereicherung des Vereinslebens beitragen können. Fragen Sie sich bitte nicht nur, was der Verein für Sie tut, sondern auch, was Sie für den Verein tun können und wollen. Ich würde gerne Sie in die Pflicht nehmen, mehr für den SCM zu tun, nicht nur den Arbeitsdienst und es auch nicht den Offiziellen und Funktionären zu überlassen, sondern sich selbst zu trauen und einzubringen. Der Vorstand ist gerne bereit, zu helfen mit Koordination, Bereitstellung von Infrastruktur und finanziellen Mitteln, sofern erforderlich, im Rahmen der Möglichkeiten. Priorität hätten dabei sicherlich Veranstaltungen, mit denen es gelänge, Jugendliche auch außerhalb der Segelsaison anzusprechen, Nachwuchssportler und neue Mitglieder zu gewinnen. Stellen sie sich bitte mal vor, wie reich das Clubleben wird, wenn jeder in fünf Jahren nur eine einzige Veranstaltung beiträgt! Wir kämen gar nicht mehr zum Segeln ...
Taunusstein, 17.11.2004
Wolfgang Giere
Die Segelsaison 2003 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Ein Supersommer liegt hinter uns. Mit tropischen Temperaturen und konstanter Hochdrucklage waren ideale Wetterbedingungen für den Wassersport gegeben. Segler, die in der Nord oder Ostsee einen Urlaubstörn machten, konnten glauben, sie seien im Mittelmeer. Auch der Rhein hatte Wassertemperaturen wie man sie normalerweise nur in südlichen Ländern findet. Unser Clubstander wehte wieder außerhalb unseres Segelreviers an vielen fremden Küsten, sei es bei Törns auf eigenem Kiel oder mit Charterschiffen.
Fahrtenberichte in diesem Bordbuch können hierzu neue Anregungen geben. Aber auch auf dem Rhein war das Segeln wieder erlebnisreich und erholsam.
Bei den verschiedenen Jollen- und Dickschiffregatten konnten alle Register des seglerischen Könnens gezogen werden, denn Wind, Strömung und Berufsschifffahrt machen jede Regatta zu einem besonderen Ereignis.
An Pfingsten feierten wir unser 40-jähriges Jubiläum mit einem erweiterten Sommerfest. Die ehemaligen 1. Vorsitzenden Rudolf-Dieter Hanssen und Josef Wettig berichteten über das Clubleben während ihrer Zeit, als es noch keine gemeinsame Steganlage im Hafen IV gab. Bernd Heberling konnte als Gründungsmitglied einige humorvolle Erlebnisse aus den ersten Jahren des Bestehens zum Besten geben.
Wenige Tage nach dem Sommerfest wurde unser Clubhaus mit einem Arbeitsgerüst umgeben und die altersschwache Bedachung aus Asbestzement auf der Westseite abgetragen. Seitdem hält ein Notdach das Gebäude trocken und wartet darauf, endlich durch das von der Stadt Mainz als Eigentümerin bereits im August 2002 angekündigte Gründach abgelöst zu werden.
Der für Reparaturen am Schiffsrumpf benutzte bewegliche Hebebock musste wegen Baufälligkeit entfernt werden. Auf Grund einer Initiative mehrerer Dickschiffer werden wir einen neuen festverankerten Hebebock errichten sobald alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. Das Projekt wurde durch eine Spendenaktion der interessierten Segler dankenswerter Weise ohne Belastung der Clubkasse möglich.
Um die vielfältigen Aufgaben eines Segelclubs lösen zu können, bedarf es eines erheblichen ehrenamtlichen Einsatzes des Vorstandes und zahlreicher Mitglieder. Ihnen gilt mein besonderer Dank für die erfolgreiche Vereinsarbeit.
Für die kommende Segelsaison wünsche ich allen Seglerinnen und Seglern guten Wind und viel Freude am Segelsport.
Dr. Heinz Lehna
Veranstaltungen, das Jahr 2003 im Rückblick
Nikolaus im Club und bei der Berufsschifffahrt
Kostheimer Steig, Kostheimer Weiß Erd, Hochheimer Reichestal - Weinprobe
Am 17. Januar 2003 trafen sich Weinfreunde des Clubs im Weingut Schilling in Kostheim zur Verkostung Rheingauer Gewächse. Die Weinproben haben inzwischen schon Tradition und finden im Wechsel – mal im Club, mal beim Winzer vor der Haustüre - statt, diesmal war wieder Probe im Rheingau angesagt.
Den ausführlicheren Bericht lesen
Am 1. Mai ist traditionell im SCM Eröffnung der Segelsaison mit dem Ansegeln. Diesmal ging es wieder nach Nackenheim. Das Mittagessen von unserem Hausmeisterpaar Munk-Köcher wurde wie immer mit dem Sicherungsboot beigebracht.
Zum Sommerfest am Pfingstsonntag, am 8. Juni, nach der 2. Fahrtenseglerregatta, kamen Gäste und Regattateilnehmer unter den Pavillons vor dem Clubhaus zusammen. Höhepunkte waren die Interviews des Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna mit seinen Vorgängern im Amt zum 40. Geburtstag des SCM und der Auftritt der Globetrotters.
Weitere Ausführungen lesen
Absegeln
Am 12. Oktober war Saisonschluss. Die Verlegung vom üblichen 3. Oktober auf den 12. Oktober wurde erforderlich, da der Mainzer Ruderverein zu seinem 125-jährigen Jubiläum die süddeutschen Rudermeisterschaften im Acker austragen wollte. Die Austragung wurde aber wegen Niedrigwasser in den Schiersteiner Hafen verlegt.
Wegen des lange andauernden Niedrigwassers wurde auch unser Absegeln abgesagt. Aber in der Woche vor dem 12. Oktober wuchs das Wasser im Rhein von einem historisch niedrigen Pegel Mainz von 1,27 m auf etwas über 3,00 m. Damit konnte das Absegeln dann doch wie gewohnt stattfinden, jedoch war die Teilnahme nicht so zahlreich, da einige Skipper den guten Wasserstand zum Auskranen nutzten. Vorher waren die meisten Boote wegen des Niedrigwassers mehrere Wochen nicht aus dem Hafen gekommen.
Weinbergsfahrt
Am 26. Oktober 2003, nach dem Einlagern der Boote, trafen sich 25 gut eingepackte Seglerinnen und Segler am Niersteiner Bahnhof zur Fahrt durch die herbstlichen Weinberge.
„Hoch über Nierstein, rund um Nierstein, eine Weinbergsfahrt“. Bericht lesen.
Allen Helfern und Sponsoren ein herzliches Dankeschön!
Ohne die Mithilfe unserer Mitglieder und deren Frauen sind unsere Veranstaltungen gar nicht durchzuführen.
Manfred Unglaub
Bericht Jugendwart 2003
Die Segelsaison 2002 - Bericht des 1. Vorsitzenden Dr. Heinz Lehna
Liebe Mitglieder!
Viel Wind hat uns die zurückliegende Segelsaison gebracht. Nicht nur in unserem Revier, sondern auch an der Nord- und Ostsee, sogar im Mittelmeer wurde von Zwangshafentagen berichtet. Aber die Segler brauchen nun einmal Wind, um ihr Schiff so richtig in Fahrt zu bringen.
Bei meinem diesjährigen Ostseetörn fragte mich in einem Hafen in Dänemark ein Segler aus Kiel, nachdem er am Heck meiner Bavaria 707 den Heimathafen gelesen hatte, ob man denn auf dem Rhein richtig segeln könnte. Er hatte keine Ahnung, was es heißt, auf die Strömung zu achten, den Pegelstand zu wissen, die Berufschifffahrt im Auge zu halten und auch noch den Wind aus der richtigen Richtung zu haben.
Uns jedenfalls macht das Segeln auf dem Rhein viel Spaß. Die zahlreichen Regatten im Laufe dieses Jahres hatten eine gute Beteiligung, einige neue Teilnehmer versuchten sich zum ersten Male. Die verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen gaben hinreichend Gelegenheit, die Freundschaft unter den Clubmitgliedern zu festigen und Segelerlebnisse auszutauschen. Die monatlichen Clubversammlungen waren gut besucht und boten Gelegenheit, wichtige Clubangelegenheiten zu besprechen. Der Diavortrag des Weltumsegler-Ehepaares Hirsche-Kinsberger fand dabei große Interesse und es gab viel Beifall.
Das Clubleben ist jedoch auch mit viel Arbeit verbunden. Unser Clubhaus, das mehr als 150 alte "Fort Mainspitze" braucht erhebliche Pflege und das Gelände von 20 000 qm einschließlich Jollenwiese und Slipanlage, will in Ordnung gehalten werden. Auch unsere vorbildliche Steganlage auf der 10 000 qm großen Wasserfläche im Harpener Hafen erfordert eine entsprechende Betreuung.
All diese Arbeiten werden von Clubmitgliedern ehrenamtlich durchgeführt, ihnen gebührt herzlichen Dank.
Das Segeltraining Jugendlicher ist ein besonderes Anliegen unseres Clubs und wird intensiv durchgeführt. Auch die Führerscheinausbildung nimmt einen breiten Raum ein.
Nachdem im Vorjahr eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages notwendig wurde, konnte in diesem Jahr ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden.
Unser jährliches Bordbuch ist eine gute Informationsquelle für die Ereignisse im Vereinsleben. Ich wünsche allen Mitgliedern viel Spaß beim Lesen und Vorfreude auf die kommende Saison.
Dr. Heinz Lehna
1. Vorsitzender
| Ein neuer Jugendwart!? Wer ist das? Warum tut er das? Es betrug sich zu der Zeit, als ein ehrenwertes Gremium von Männern mit Dame danach Ausschau hielt die Geschicke der Jungen in ihren Reihen für die Zukunft nachhaltig zu prägen. Nichts anderes als die Verantwortung auf eine lebendige Zukunft sollte diesem Ehrenamt übertragen werden. So wurden alle Wünsche und Hoffnungen selbstlos zur Verfügung gestellt. Nun da geschah Überraschendes - es nahte der Tag der Entscheidung anno 2001 und es bewarben sich unzählige dieses Ehrenamt begleiten zu dürfen. In seiner Weisheit legte das ehrenwerte Gremium überaus strenge Kriterien an: der Zucht, der Ehre und des Gewissens. Und so geschah es, dass kein Bewerber/Bewerberin die Prüfung bestand. Aber in seiner Weisheit beschloss das ehrenwerte Gremium als Notnagel unter den vielen engagierten BewerberInnen einen auf Zeit zu berufen, und diesen dem Volke zur Wahl vorzustellen. Seit diesem Tag nun versucht nun der eine Begabte unter den Begabten die Jungen in ihrem Werdegang zu unterstützen, jedoch wohlweislich, dass dieses Amt ihm nur auf Zeit verliehen wurde, denn der Beste unter den Begabten sollte erst in Zukunft gefunden werden.. |
.... so oder so ähnlich kann/könnte es sich zugetragen haben, als man mir zutraute
das Amt des Jugendwarts im SCMsp zu begleiten. Selber ein Segelbegeisterter oder besser
unentwegter Breitensportler, in der Arbeit mit Jugendlichen nicht unerfahren, machte ich
mir darüber Gedanken, warum das Amt des Jugendwarts (oder Ehrenämter im Allgemeinen?)
sich so geringer Nachfrage erfreuen. Warum ist es immer noch so, dass sich so mancher in
einem Ehrenamt tätiger Mensch sich mehr "verhaftet" sieht, als dass Freude und
Befriedigung aus diesem Engagement gezogen werden kann? 2001 war das Jahr des Ehrenamts.
Unter dem Motto "Bürger macht Staat" wurden viele neue Ansätze von gelingender
ehrenamtlicher Arbeit diskutiert - auch und vor allem für einen neuen Ansatz
ehrenamtlicher Arbeit mit Kindern und Jugendlichen/ jungen Erwachsenen. Als Zielsetzung
wurde dabei festgestellt, dass Jugendliche (bzw. junge Erwachsene) befähigt/gestärkt
werden sollen sich für andere zu engagieren d.h. Jugendarbeit zunächst unter Anleitung,
dann später selbst zu organisieren. Jugendliche und Kinder sollen nicht dazu befähigt
werden als Erfüllungsgehilfen für die Vorstellungen Erwachsener zu "dienen",
sondern sollen Methoden und Grundlagen erlernen, um selbstständig und selbsttätig
Jugendarbeit inhaltlich zu gestalten.
Die "Juleica" (Jugendleitercard) ist dabei das offizielle Dokument (Ausweis) -
für jene ausgebildeten Ehrenamtlichen in der Jugendarbeit, die sich z.B. auch in unserem
Segelclub engagieren. Mit ihr können sich Ehrenamtliche gegenüber den Eltern ihrer
Teilnehmenden und gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Stellen legitimieren. Ihr
Engagement wird insofern auch honoriert durch die Dokumentation vor Dritten (z.B. Schulen,
Arbeitgebern) und Gewährung diverser finanzieller Ermäßigungen (Fahrpreise etc.) und
Sonderurlaub.
Warum ich dies alles so ausführlich erkläre? Ein Schwerpunkt meiner Arbeit als
Jugendwart wird es sein, durch Förderung ehrenamtlicher Arbeit Jugendlicher/ junger
Erwachsener die Basis der "Begabten" (siehe oben!) zu erweitern.
Im Jahr 2002 gab es dazu erste kleine "Gehversuche", im Jahr 2003 jedoch möchte
ich Jugendliche/ junge Erwachsene durch eine gezielte Schulung (... hat nichts mit Schule
zu tun, keine Angst!!!) durch Theorie und Praxis darin stark machen, Gruppen zu leiten,
indem z.B. Freizeiten und Training selbst gestaltet werden. Bewerber gibt es schon ....und
ich bitte Dich als Jugendlicher / junger Erwachsener der Du diese Zeilen liest mit zu
machen, Dich ausbilden zu lassen.
Folgende Aktivitäten teilten wir im vergangenen Jahr:
- alle vierzehn Tage Jugendarbeit - sofern das Wetter mitspielte (leider können wir immer noch nicht den Wind selbst herstellen).
- Anfang Juli fanden im Rahmen der Mainzer Aktion "Ferienkarte" zwei Schnupper-Segel-Tage (je nach Altersgruppe) statt, die sehr gut besucht waren.
- Auch im Juli konnte in Kooperation mit der Jugendpflege in Ginsheim ebenfalls ein Schnupperkurs organisiert werden. Bei Jugendlichen und Kindern aus der nächsten Region machten wir uns bekannt, so dass jetzt schon wieder gemeinsame Aktivitäten für das Jahr 2003 geplant sind.
- Im August fand auf unserem wunderschönen Gelände das legendäre "Zeltlager" statt, auf dem zahlreiche TeilnehmerInnen manch knifflige Aufgabe zu lösen hatten - schließlich ging es darum einen geheimnisvollen Schatz zu heben - und natürlich konnte dieser nur mit vereinten Kräften gefunden werden.
Alle Aktivitäten hätten nicht stattfinden können, wenn nicht zahlreiche
"Begabte" mitgeholfen hätten. Für deren selbstlosen Einsatz möchte ich mich
auch im Namen des Vorstands herzlich bedanken. Viiiiiiiiiiiiiilen Dank! Ich möchte mich
auch namentlich bei Hans-Martin Reuter bedanken, der mir als Ex durch seine rege Mithilfe
einen guten Start ermöglichte.
Folgendes Wünschenswerte für das Jahr 2003 neben Bewährtem :
- Ausbildung ehrenamtlicher Jugendlicher / junger Erwachsener.
- Teilnahme und Begleitung von gebildeten Jugendteams an 420er Regatten außerhalb.
- Teilnahme an einem Opti - Trainingslager.
- ...................................................................? ...hier könnte Deine Idee stehen. Melde Dich!
Ich bin unter der Telefonnummer 06732/64327 oder/und über e-mail (stephan.moers@onlinehome.de) erreichbar.
Auf Wiedersehen bei Wind und Wetter,
Stephan Moers
Nikolaus im Club und bei der Berufsschifffahrt
Am 09. Dezember 2001 (erste Veranstaltung nach der Jahreshauptversammlung) war es wieder soweit. Nikolaus kommt in den Club.
Vormittags besucht unser Nikolaus erst mal die Rheinschiffer und beschert die Kinder an Bord der Berufschiffe mit einer Kleinigkeit.
Am Nachmittag, wenn die Nikolausregatta zu Ende ist, kommt Nikolaus in den Club, lobt und wenn denn sein muss tadelt er auch den Seglernachwuchs. Damit die Kleinen den Nikolaus in guter Erinnerung behalten, beschenkt er sie mit einer Tüte voller Leckereien. Anschließend erhalten die Teilnehmer an der Nikolausregatta ihre Preise.
Die Gestaltung der Nikolausfeier mit Liedern und Musikbegleitung wurde von Elli Kühnl und Wolfgang Beisner organisiert. Dabei hat sich Maßnahme erst die Kleinen bescheren und dann die Preisverteilung für die Regattateilnehmer vorzunehmen bewährt.
Die Clubräume wurden wie immer von Anni Fricke und ihren Helfern geschmückt, die Teller auf den Tischen hatte auch wie jedes Jahr, unser Mitglied Wilfried Heberling gefüllt.
nix wie raus - Limburg
Am 03.März 2002, Sonntagmorgen .....
Kennen Sie Friedrichssegen, Nievern, Dausenau, Laurenburg, Balduinstein ?
Nein!.....
Weiter siehe besonderen Bericht.
Sektprobe - Besuch bei Kupferberg
Am Samstag, den 09. März 2002 gegen 18:00 Uhr trafen sich 22 Segelfreunde ...
Weiter siehe besonderen Bericht.
Ansegeln
Am 1. Mai ist traditionell im SCM Eröffnung der Segelsaison mit dem Ansegeln. Diesmal ging es wieder nach Nackenheim. Im Nackenheimer Arm wurde geankert und nach dem Mittagessen ging´s wieder zurück, teils unter Segel.
Sommerfest
Am Pfingstsonntag, den 19. Mai 2002, fand nach der Burgfestregatta, von Eich
nach Gustavsburg, unser Sommerfest statt. Im Rahmen des Sommerfestes wurden die
Erinnerungspreise für die Regattateilnehmer verteilt. Auch unser langjähriges Mitglied
Hans Becker nahm seinen Preis entgegen. Anschließend, auf dem Weg zu seinem Schiff,
verstarb Hans Becker plötzlich und unerwartet.
Der SCM trauert um ein verdienstvolles Mitglied.
Hafenfest
Termin für das Hafenfest war am Ende der Ferien in Hessen und Rheinland-Pfalz. Am Samstag, den 17. August 2002, startete dann das Hafenfest etwas früher, bereits um 15:00 Uhr, damit vor allem die Durchführung der Gummibärenregatta ohne Zeitdruck erfolgen konnte.
Weiter siehe besonderen Bericht.
Absegeln
Am 3. Oktober ist Saisonschluss. Diesmal war das Lerchenloch unser Ziel. Ein schönes großes "Päckchen" von 25 Schiffen gab ein schönes Bild ab
Nach den Absegeln trafen sich dann die Mitglieder zur Monatsversammlung im Clubhaus.
"Vom Alltag in die Südsee"
Weltumseglerpaar Gaby Kinsberger und Rüdiger Hirche berichten
Am 07.November 2002, in der Monatsversammlung, die Clubräume konnten kaum alle Interessierten fassen, berichteten die Weltumsegler Gaby Kinsberger und Rüdiger Hirche in einem begeisternden Diavortag über ihre Erlebnisse, ihre Beweggründe zu ihrer Weltumsegelung.
Allen Helfern und Sponsoren ein herzliches Dankeschön!
Nach Übernahme des Amtes als Takelmeister musste ich feststellen, dass auch in diesem Jahr sehr viel Arbeit in die Clubräume zu investieren war.
Die Kunststoffbodenfliesen in der Clubküche waren locker und an den Ecken hochgebogen (Unfallgefahr). Das Keramikwaschbecken war locker und die Glasur gerissen (Keimbildung unvermeidbar). Dunstabzugshauben waren gar nicht vorhanden. Da in der Klubküche sehr intensiv gekocht wird, hielt ich die Anschaffung solcher Hauben für dringend erforderlich. Im Februar-Arbeitsdienst wurde die Küche komplett renoviert.
Beim Arbeitsdienst im März wurde dann der Thekenraum in Angriff genommen. Die Kühlschränke waren uralt und unwirtschaftlich (Kühlaggregate liefen durch), die Barhocker wackelig und eine Sammlung vom Sperrmüll. Die Thekenbeleuchtung war viel zu dunkel. Außerdem waren die alten Korblampen brüchig und nicht mehr zu säubern. Auch die Wände hatten dringend einen Eimer Farbe nötig und die Gastflaggen riefen nach einer Waschmaschine. Das Waschen der Flaggen und einige dekorative Veränderungen in den Clubräumen übernahm unsere Hausmeisterin Frau Munk.
Ein Teil des Vorstandes nahm dann Verhandlungen mit Bitburger auf, um den Thekenraum etwas auf Vordermann zu bringen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Dabei heraus kam ein neuer Kühlschrank, neue Barhocker, neue Gläser und eine neue, den Arbeitsbedingungen entsprechende, Thekenbeleuchtung. Und das Ganze völlig kostenfrei. Die einzige Bedingung die uns die Brauerei gemacht hat, ist sechs Jahre lang deren Bier zu beziehen. Da uns keine andere Brauerei ein auch nur annähernd ähnliches Angebot machen konnte, trinken wir in den nächsten sechs Jahren eben Bitburger.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch noch einmal ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung des Hausmeisterpaares Munk/Köcher bei den Renovierungsarbeiten bedanken.
Der April-Arbeitsdienst wurde dann für die Restarbeiten der Renovierung im Gebäude sowie für einige allgemeine Arbeiten im Gelände verwandt.
Im Mai wurde dann mit der Renovierung der Reparaturhalle begonnen. Als erstes wurde das undichte Dach der Halle abgetragen. In den folgenden Arbeitsdiensten wurde das Stahlgestell mit rotierenden Bürsten entrostet, grundiert und lackiert. Nebenbei wurde noch die Fundamentplatte für einen größeren Gastank erweitert und im Sichtbereich des Winterlagers ein neues Fundament gegossen. Die Reparaturarbeiten an der Halle gehen weiter und werden bis zum Erscheinen des Bordbuches 2003 wahrscheinlich erledigt sein. Das ganze Projekt ist doch erheblich aufwendiger geworden, als erwartet.
Ich möchte mich bei allen Clubkameraden bedanken, die mit großem Arbeitseinsatz und Zeitaufwand zum Teil auch unangenehme Aufgaben erledigt haben und mich mit ihrem Fachwissen bei der Planung und Durchführung der Arbeiten unterstützt haben. Viele haben weit mehr als die erforderlichen 10 Stunden bei der Durchführung der Projekte mitgearbeitet.
Peter Koeppen
Bericht des 1. Vorsitzenden zur Segelsaison 2001
Liebe Mitglieder!Eine abwechslungsreiche Segelsaison liegt hinter uns. Der Wettergott meinte es gut mit den Seglern auf dem Rhein, wobei insbesondere der Spätsommer in diesem Jahr noch viel Sonne und Wind brachte. Alle Regatten konnten mit gute Beteiligung durchgeführt werden, wobei eine Starkwindregatta hohe Anforderungen an die Teilnehmer stellte.
Auch in fremden Revieren wie Ostsee, Nordsee, Ijsselmeer oder Mittelmeer zeigten unsere Mitglieder den Clubstander. Mittlerweile verfügen zahlreiche unserer Segler über Hochsee-Erfahrung und die Urlaubstörns werden immer mehr ausgedehnt.
Während meines Segeltörns in Kroatien traf ich gleich am ersten Tag in Zadar das Ehepaar Rahn mit ihrer "Rani" und wir segelten einen Tag zusammen in den Kornaten. Dabei konnten wir die "Rani" unter Vollzeug filmen, ein Ereignis das man als Eigner selten erlebt.
Unsere monatlichen Clubversammlungen waren gut besucht, wobei wie immer viele Erlebnisse und Erfahrungen ausgetauscht wurden.
Das Sommerfest im Anschluß an die Pfingstregatta war eine gelungene Veranstaltung, ebenso wie das Hafenfest bei herrlichem Wetter.
Unser Clubhaus, das über 150 Jahre alte Fort Mainspitze benötigte auch in diesem Jahr einige Reparaturen, diesmal im Bereich der Abwasserleitungen. Dabei wurde die Takelmeisterin Frau Anni Fricke dankenswerterweise von einigen Mitgliedern tatkräftig unterstützt.
Unser neues Hausmeisterpaar hat sich gut eingearbeitet und versorgt die Mitglieder bei den Veranstaltungen hervorragend.
Allen Vorstandsmitgliedern, die ihre Aufgaben ehrenamtlich erfüllen, darf ich an dieser Stelle herzlichen Dank sagen für ihren Einsatz, ohne den ein geordneter Vereinsbetrieb nicht möglich wäre. Das Gleiche gilt für alle Mitglieder, die über ihren normalen Arbeitsdienst hinaus, sich für Clubarbeiten eingesetzt haben.
Für die kommende Segelsaison wünsche ich allen Clubmitgliedern viel Freude beim Segeln im Segelclub Mainspitze!
Dr. Heinz Lehna 1. Vorsitzender
Wenn die eigenen Kinder keine Lust mehr haben zur samstäglichen Jugendarbeit mitzukommen, weil sie das Segeln im Acker nur zu Übungszwecken langweilig finden, und sie eigentlich nur noch mitkommen, damit Papa nicht alleine in den Segelclub gehen muss, wird es Zeit darüber nachzudenken, ob es Sinn macht, dieses Amt weiter auszuüben. Nach 4 Jahren Jugendarbeit beschleicht einen dann auch langsam das Gefühl, dass einem nichts Neues mehr einfällt und es gut täte, wenn frische Ideen in die Jugendarbeit eingebracht werden.
Jugendarbeit ist mehr als nur die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen. Auch wenn der umfangreiche jährliche Aktionsplan auf den ersten Blick den Eindruck hinterlässt, Jugendarbeit sei jedes Jahr das Gleiche, so stimmt dies nur bedingt.
Natürlich wiederholen sich viele Aktivitäten in jedem Jahr nach einem festgelegten Muster. Es liegt dann aber an der Kreativität eines Jugendwarts, die verschiedenen Aktivitäten jedes Jahr zu neuen Highlights auszubauen. Kinder haben ein feines Gespür dafür, wenn sich Dinge wiederholen und mit den Jahren langweilig werden. Kinder haben, anders vielleicht als Erwachsene, auch keinerlei Hemmungen unmissverständlich kundzutun, dass sie sich langweilen und eigentlich keine Lust mehr haben weiter zu machen.
Insofern ist es für eine dauerhafte erfolgreiche Arbeit mit Kindern unbedingt erforderlich, dass ab und zu neue Ideen Einzug halten; schließlich ist es unser Bestreben, Kinder und Jugendliche nicht nur an den Segelsport heran zu führen, sondern auch nach Möglichkeit hinterher "bei der Stange zu halten".
Aus diesem Grund werde ich mit Ablauf der diesjährigen Amtszeit mein Amt beenden und hoffe, dass meinem Nachfolger die gleiche Unterstützung zu Teil wird wie mir.
Als Resümee der letzten 4 Jahre stelle ich fest, dass sich die Jugendarbeit zu einem festen Bestandteil innerhalb des SCMsp entwickelt hat.
An den vereinsinternen Regatten nehmen regelmäßig Kinder und Jugendliche aus dem Verein teil, so dass sich auch die Teilnahme an den Regatten zu einem festen Teil der Jugendarbeit entwickelt hat. In den letzten Jahren haben 12 Kinder das Angebot genutzt und ihren Jüngstenschein im SCMsp gemacht. Ebenso findet das jährliche Zeltlager im Sommer auf dem Clubgelände nach wie vor regen Zuspruch.
Die Struktur der Jugendlichen zeigt, dass wir mittlerweile Kinder und Jugendliche in allen Altersstufen in der Jugendgruppe haben. Dies ist auf der einen Seite natürlich sehr erfreulich und zeigt, dass stetig neue Kinder zu uns kommen, so dass die Jugendgruppe trotz der unausweichlichen Tatsache, dass jedes Jahr einige "Jugendliche" altersbedingt die Jugendabteilung verlassen müssen, nicht kleiner geworden ist; andrerseits führt dies natürlich dazu, dass die Kinder im Hinblick auf ihre seglerischen Kenntnisse und Erfahrungen sehr unterschiedlich sind.
Während ein Teil der Kinder verständlicherweise als blutige Anfänger besonderer Betreuung und Anleitung bedarf, benötigen die erfahreneren Jugendlichen natürlich besondere Förderung im Hinblick auf das Regattasegeln. Es fällt nicht immer leicht, innerhalb der Jugendarbeit beiden Gruppen gleichzeitig gerecht zu werden und sie zu fördern.
Da dies von einem Jugendwart, der seine Sache gut machen will, auf Dauer nicht allein zu schaffen ist, kann eine solche den Bedürfnissen der Kinder gerecht werdende Jugendarbeit nur durch die Mithilfe von Eltern bzw. erfahrenen Regattaseglern unter den Mitgliedern gesichert werden.
Zu den regelmäßigen Aktivitäten des Jugendwarts gehört natürlich auch die alljährlich von der Stadt Mainz veranstaltete Ferienkarte-Aktion. Auch in diesem Jahr haben wieder an zwei Tagen bis zu 10 Schulferienkinder einen Schnupperkurs Segeln im SCMsp absolviert und dabei erste Erfahrungen mit diesem Wassersport gemacht. Da die teilnehmenden Kinder i.d.R. überhaupt keine Erfahrung mit dieser Sportart haben, erfordert eine solche Veranstaltung natürlich ein besonders hohes Maß an Verantwortung und Umsicht, damit nichts passiert. Hierbei wurde ich wie in jedem Jahr durch zahlreiche Helfer aus dem Mitgliederkreis unterstützt, ohne die diese Veranstaltung nicht stattfinden könnte.
Zu guter Letzt möchte ich mich bei allen, die mich bei der Ausübung meines Amtes in den letzten Jahren unterstützt haben, sehr herzlich bedanken. Was wir an Positivem aus der Jugendarbeit berichten können, wäre ohne diese tatkräftige Unterstützung nicht möglich gewesen. Hier ist insbesondere der Vorstand zu nennen, der die Jugendarbeit in besonderer Weise unterstützt.
Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei den Eltern der Kinder und Jugendlichen, ohne die die regelmäßige Jugendarbeit nicht möglich wäre. Ein Jugendwart kann noch so rührig und engagiert sein; ohne die tatkräftige Mithilfe der Eltern bekämen die Kinder ihre Boote nie rechtzeitig ins Wasser.
Ich danke allen Vereinsmitgliedern für ihr Vertrauen in den letzten Jahren und wünsche meinem Nachfolger alles Gute.
Hans-Martin Reuter
- Jugendwart -
Mein letztes Takelmeisterjahr
gekrönt von Abwasser, Trinkwasser, Hochwasser!
Das neue Geschäftsjahr fing ganz ruhig an, ohne Adventshochwasser und Sturm.
Im Februar-Arbeitsdienst wurde ich geschockt. Ich sah draußen unter dem Thekenraumfenster Abwasser durch das Mauerwerk laufen. Harald kam des Weges und gemeinsam entfernten wir die Rohrverkleidung am Fenster. Anschließend klopfte Harald den Fußboden auf. Unter dem Estrich kam eine Jauchegrube zum Vorschein, die ein Durchkommen mit der Spirale unmöglich machte. Deshalb rief ich die Firma Graichen an. Sie benötigte drei Stunden, das Rohr frei zu bekommen. Die Sickergrube war auch voll gelaufen.
Fazit: Die Rohre mussten auch erneuert werden.
28.02.
Der Kanalanschluss war fertig. Am Nachmittag rief mich die Firma Graichen an, dass irgendwo Wasser wegläuft!?! Da wusste ich noch nicht, was mich erwartet!
01.03.
Mit Matthias (Firma Graichen) ging ich im Thekenraum auf Wassersuche. Das erste Loch wurde mit einer Manschette abgedichtet. Aber es rauschte immer noch. Wir fanden einen Springbrunnen. Dieser musste schon länger in Betrieb gewesen sein, denn der Fußboden war mächtig unterspült. Das Loch konnte nur notdürftig abgedichtet werden, denn eine dicke "Mutter" war im Weg.
07.03.
Harald Klöppinger, Emil Stieber, Ludwig Gentsch und Gerhard Roth sagen mir ihre Hilfe zu!
08./09.03.
Der Fußboden wurde aufgestemmt. Die Arbeit war knochenhart. Es zeigte sich, dass die Rohre total marode sind. Ludwig Gentsch wollte im Schacht die Öffnung durch die Hauswand begradigen. Plötzlich fing es an zu rauschen. Durch die Erschütterung war die Hauptwasserleitung geplatzt und Lutz "geduscht". Kein Wasser im Haus! Deshalb wurde durch die Firma Graichen eine Notwasserleitung ins Wohnungsbad verlegt.
10.03.
Samstag Arbeitsdienst
10.03. Sonntag frei.
12.03.
Ich hatte unseren Vermieter (Stadt Mainz) bestellt. Man sollte die maroden Rohre sehen,
ehe es heißt: "War das überhaupt nötig?". Es ging ja ums Geld. Es erschienen
vier Herren. Der Chef des Liegenschaftsamtes war ein Neuling, er kannte unser Gelände
nicht. So führte ich die Herren durch das gesamte Haus:
Werkstatt: Nach zwei Tagen Regen stand eine riesige Pfütze an der Werkstatt.
Wohnung: Die feuchten Stellen wurden vorgeführt.
Dach: Es fiel das Wort "Denkmalschutz". Ich hatte aber noch nie jemanden vom
Denkmalschutz gesehen.
Der restliche Fußbodenbelag musste rausgeschmissen werden. Ekkehard Duckwitz, Ludwig
Gentsch sowie die Wirtsleute halfen.
12./13.03.
Die Kunststoffwasserleitungen wurden in 20 cm tief in Sand verlegt und zubetoniert. Eine Flaschenpost mit dem Datum und den Namen der Helfer haben wir natürlich auch verbuddelt. Ekkehard Duckwitz und Arnold Riehl entfernten den alten Kleber vom Fußboden. Unser Bau-Günther besserte Vertiefungen im Boden aus.
16.03.
Herr Blodt von Hochbauamt rief mich um 08.30 Uhr an, dass er um 09.00 Uhr mit Denkmalschutz und Dachdecker im SCM sei. Ich habe ihn um telefonische Mitteilung gebeten, was das Ergebnis der Besprechung sei.
Unser Clubhaus bekommt ein Dach! WANN?
Zwei Raumausstattungsfirmen wurden mit dem Vermessen der Räume beauftragt, der Belag war schon ausgesucht. Nun wartete ich auf die Kostenvoranschläge.
Ein Missgeschick kommt selten allein! Hochwasser war im Anmarsch. Wie war ich froh, das die Leitungen einbetoniert waren.
26.03.
Das Wasser stand bis zur ersten Stufe am Eingang, Pegel 661. Glück gehabt!
Das waren DREI WASSERARTEN in kürzester Zeit.
Mein Dank gilt allen Helfern für die schweren und schmutzigen Sondereinsätze.
Ende Mai schliff die Firma Best den Fußboden an. Was für eine Schweinerei, alles war gepudert. Freitag vor Pfingsten war der Fußboden verlegt!
Es ging mit normalem Arbeitsdienst weiter. Der letzte Schrott wurde entsorgt, die Pfannen der Waschanlage gereinigt, Steiger und kleiner Steg repariert. Ansonsten alles wie gehabt.
Ich werde meine Amtszeit im November beenden. Für die gute Zusammenarbeit in den vielen Jahren möchte ich mich recht herzlich bei allen Seglerinnen und Seglern bedanken. Es hat mir viel Spaß gemacht.
Denkt daran, Anni wird auch weiterhin im SCM sein. Das Hochwasser werde ich weiter unter Kontrolle behalten, natürlich mit Eurer Hilfe. Danke auch unseren Wirtsleuten für ihre Unterstützung.
Für das Jahr 2002 wünscht Ihnen alles Gute
Anni Fricke
Takelmeisterin
Bericht des 1. Vorsitzenden zur Segelsaison 2000
Liebe Mitglieder, ein abwechslungsreiches Segeljahr liegt hinter uns. Das gilt sowohl für das Wetter als auch für den Wind. Nach einer Schönwetterperiode im Mai ließ der Sommer viele Wünsche offen, und die Segler, die ihren Urlaub in der Ostsee oder am Ijsselmeer verbrachten, hofften oft vergeblich auf etwas Sonnenschein. Dagegen waren Segeltörns im Mittelmeer zeitweise von Temperaturen über 35 Grad begleitet. In Kroatien waren die Häfen von dänischen, holländischen, französischen, österreichischen und deutschen Seglern gut besucht.
Auch von unseren Mitgliedern bevorzugten einige die südlichen Breiten, um entweder mit dem eigenen Schiff oder mit Charteryachten fremde Reviere zu erkunden. Fahrtenberichte in diesem Bordbuch schildern die verschiedenen Erlebnisse.
Aber auch in unserem Revier, dem Rhein, waren die Jollen- oder Dickschiffregatten bei wechselnden Winden abwechslungsreich. Auch der beliebte Kängurustart konnte wieder einmal durchgeführt werden.
Bei unseren monatlichen Clubversammlungen, die immer gut besucht waren, konnten wir einige neue Segler aufnehmen, die zum Teil an unseren Führerscheinkursen teilgenommen hatten. Auch die Jugendarbeit zeigte eine erfreuliche Belebung.
Bei den gesellschaftlichen Veranstaltungen, wie das Sommerfest im Anschluss an die Pfingstregatta und das Hafenfest, war die Beteiligung sehr gut und die Stimmung hervorragend.
Allen Mitgliedern, die sich bei den sportlichen und den gesellschaftlichen Ereignissen eingesetzt und damit zum Gelingen beigetragen haben, gilt mein besonderer Dank. Ebenso allen Mitgliedern, die mit Ihrer Arbeitsleistung sowohl unser Clubgebäude, das Clubgelände und die Steganlage instandgehalten haben.
Unser langjähriges Hausmeisterehepaar Rother ist Mitte des Jahres in eine andere Wohnung verzogen und hat die seitherige Aufgabe für unserer Club aufgegeben. Wir haben uns bei ihnen für ihre seitherige Arbeit herzlich bedankt.
Erfreulicherweise konnten wir in der Zwischenzeit ein neues Hausmeisterpaar gewinnen, das seit dem 1. November 2000 die Wohnung im Clubhaus bezogen hat und mittlerweile die clubinterne Betreuung unserer Veranstaltungen übernommen hat.
Auch in diesem Winter werden wir wieder Führerscheinkurse anbieten und in den monatlichen Clubversammlungen über Angelegenheiten des Clubs berichten, Erfahrungen austauschen und Segeltörns planen.
Die kommende Segelsaison wird bestimmt wieder interessantes Segeln bringen!
Dr. Heinz Lehna
1. Vorsitzender des Segel-Club Mainspitze e.V.
Zur Vorbereitung der Segelsaison des Jahres 2000 haben wir unter Beteiligung erfahrener Regattasegler versucht, durch theoretischen Unterricht den Kindern und Jugendlichen des SCMsp, die bereits ein wenig Erfahrung haben, Regattataktik und Theorie näherzubringen. Schließlich ist es eines der Ziele unserer Jugendarbeit, den Kindern nicht nur die Grundlagen für den Segelsport zu vermitteln, sondern nach Möglichkeit auch die Lust am Regattasport zu wecken, die letztendlich dafür sorgen kann, dass dieser Sport von unserem Nachwuchs auch nachhaltig über die Pubertät hinaus betrieben wird.
Vom Auslagern der Boote bis zum Einlagern fand dann regelmäßig in 14-tägigem Rhythmus praktische Jugendarbeit in Form von Trainingsfahrten statt.
Beim diesjährigen Pfingstzeltlager in Eich war unser Segelclub vertreten. Dort wurden die Kinder je nach Erfahrung in Gruppen eingeteilt und trainierten 3 Tage lang Theorie und Praxis im Optimisten, z. T. bei stürmischen Winden.
| Auch wenn die Beteiligung der Clubmitglieder insgesamt an den vereinsinternen Regatten erheblich besser sein könnte, ist es doch erfreulich, dass an den Regatten auch Kinder und Jugendliche des SCMsp teilgenommen haben. Ich möchte in diesem Zusammenhang ganz besonders dem Sportwart, Herrn Eider, danken, der dies nach wie vor sehr tatkräftig unterstützt hat. Schließlich bringt die Teilnahme von Kindern für den Wettfahrtleiter ein hohes Maß an Verantwortung mit sich, gerade dann, wenn auch gute Windverhältnisse herrschen, die von den zumeist doch unerfahrenen Kinder erst einmal beherrscht werden wollten. | ![]() |
Nicht nur die Optimisten, sondern auch die übrigen Clubjollen werden erfreulicherweise durch die Jugendlichen und Kinder genutzt. Der Pirat, der Topper, der Flying Micron, die Achat, der Partner und auch der 420er werden zunehmend von den immer größer werdenden Kindern gefahren.
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In den Sommerferien empfing der SCMsp im Rahmen der Ferienkarten-Aktion an zwei Tagen jeweils ca. 10 Kinder. Dank der Mithilfe zahlreicher Clubmitglieder ist den Kindern an beiden Tagen wieder einmal ein tolles Programm geboten worden, was uns auch durch sehr positive Presseberichte bestätigt wurde. |
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all den zahlreichen Helfern bedanken, die durch ihre Mithilfe die verschiedenen Aktionen erst ermöglicht haben. Es ist erfreulich, dass der Jugendarbeit in diesem Verein ein so hoher Stellenwert beigemessen wird. Die Leistungspalette, die der Verein den Kindern und Jugendlichen bietet, ist so vielfältig, dass ich sie hier einmal vorstellen möchte. Für einen Jahresbeitrag von gerade DM 40,00 (!) bieten sich aktiven Kindern zahlreiche Möglichkeiten:
Ich glaube, dass sich der SCMsp mit diesem Angebot nicht verstecken muss, sondern einmal mehr unter Beweis stellt, dass ihm die Jugendarbeit besonders am Herzen liegt. Auch wenn man vieles sicherlich anders und manches vielleicht auch besser machen kann, hoffe ich doch, dass die Mitglieder im großen und ganzen mit der Jugendarbeit zufrieden sind.
Hans-Martin Reuter
- Jugendwart -
Im Oktober, dem ersten Monat im neuen Geschäftsjahr, war die Teilnahme am Arbeitsdienst wie jedes Jahr "mau". Die Sommersaison war zu Ende, ebenso die Gartenwirtschaft, also wurden Tische, Bänke und Stühle in den Container geräumt. Die Gartenstühle wurden dann im Winter repariert und gestrichen.
Zwei Tage nach dem Februar-Arbeitsdienst traf ich reines Chaos auf dem Clubgelände an. Die Stadt Mainz hatte einen Auftrag zur Baumbeschneidung auf unserem Gelände vergeben. Die Arbeiter auf dem riesigen Steiger hatten zwar viele Bäume beschnitten und entsorgt, aber auch viel Erdreich aufgewühlt.
Dann war das Abflussrohr für die Regengossen am Haus verstopft. Die Firma Kanal-Mayer konnte nichts ausrichten. Es musste ein Bagger her. Ein großes Loch wurde gebaggert, zwei große Betonringe mit Deckel gesetzt und nun kann das Regenwasser in dieser Grube versickern.
Im März-Arbeitsdienst wurde das Gelände wieder hergerichtet.
Die Teilnahme am Tag der Umwelt war gut. In zweieinhalb Stunden war unser Teil der Mainspitze gesäubert. Der Einsatz wurde auf dem Bauhof Gustavsburg mit Freibier und Eintopf belohnt.
Alle Jahre wieder muss im Frühjahr, solange noch keine Brennnessel wachsen, durchschnittener Stacheldraht repariert oder erneuert werden.
Mit gespendeten großen Gitterrosten konnten die Winterlager ausgelegt werden. Das ist praktisch und sieht gut aus! Dem Spender sei hier Dank gesagt!
Im Sommer vermissten wir Fritz, den Bewohner des Erdgeschosses im Windenhäuschen. Er ist ausgezogen, hat Planen und Hausrat im Müllcontainer entsorgt und seinen Platz sauber hinterlassen. Er hatte sich an die SCM-Hausordnung gehalten! Einigen wenigen Seglern fällt es jedoch schwer, ihre Hängerplätze sauber zu halten. Sollte ich diese Plätze im Arbeitsdienst säubern lassen, würden DM 30,- in Rechnung gestellt! Einen namenlosen Hänger stellten wir im Mai in die Grube. Im Oktober stand er immer noch dort, er wird wohl nicht vermisst?!
Wie alle wissen, wird unser Gelände nicht größer. Plätze für Dickschiffe sind ausgebucht und fest vergeben. Dadurch ist Ruhe und Ordnung eingekehrt. Mein "Reden" und "Mahnen" in den vielen Jahren hat Erfolg gebracht, Dreckecken sind verschwunden, die Segler achten auf Ordnung. Ich wünsche mir, dass es so bleibt, auch nach meiner Zeit!
Die meisten Arbeiten im SCM wiederholen sich Jahr für Jahr, so ist es eben mit einer Festung in der Wildnis. Abwechslung gab es im August/September. Wir hatten "Hausmeisterwechsel". Das Clubhaus wurde vom Dach bis ins Erdgeschoss gereinigt. Alle waren eifrig bei der Sache. Als Segler muss man eben vieles können und machen.
In den vielen Jahren meiner Tätigkeit hat die gute Zusammenarbeit nicht nachgelassen. Dafür bedanke ich mich bei allen Seglern und Segel-Damen und hoffe, es bleibt so! Mein Dank gilt auch den Seglern, die Jahr für Jahr Sonderarbeiten erledigen. Ohne diese Helfer wäre ein Takelmeister ganz schön "angeschmiert".
Noch etwas: Das nächste Hochwasser kommt bestimmt! Denken Sie dann an Ihr Boot!
Ein Gutes Jahr 2001 wünscht ihnen
Anni Fricke, Takelmeisterin
Ausbildung im SCMsp im Jahr 2000
Nachdem der Kurs zum Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen wie geplant im Januar 2000 starten konnte, fing die Ausbildung mit dem ersten Unterrichtsabend am 19.01.2000 - wie gewohnt in den Clubräumen des Segelclubs an.
Die wissensdurstigen "Neulinge" wurden mit Themen wie Wetterkunde, Gesetzeskunde, Segelmanövern usw. konfrontiert, um ein paar Monate später erfolgreich die Prüfung zu absolvieren. Zunächst beschränkte sich der Unterricht - bei der kühlen Jahreszeit - auf die Theorie, die immer Mittwochs abends fleißig gepaukt wurde. Ende April konnten jedoch schon die Jollen für die praktische Ausbildung startklar gemacht werden. Es standen uns wieder die zwei Conger, sowie der Partner, zur Verfügung.
Die Conger Jan und Potje konnten wir für die Dauer der Ausbildung im Hafen unterbringen, um eine reibungslosere Abwicklung des Unterrichts zu gewährleisten; der Partner musste jeweils von der Jollenwiese zu Wasser gelassen werden. Zunächst war die Nachfrage nach praktischem Unterricht noch dürftig, was sich mit Näherrücken des Prüfungstermins jedoch drastisch änderte. Manches Mal kamen die Ausbilder kräftig ins schwitzen angesichts des regen Zuspruchs.
Am 20.05.2000 wurde die Theorieprüfung im Segelclub abgenommen; danach konzentrierte sich das Interesse auf die Praxis. Es wurde fleißig gesegelt und Motorboot gefahren, so dass alle Teilnehmer über ausreichende praktische Erfahrung verfügten, als der Termin für die Prüfung näherrückte. Zwischenzeitlich hatte sich eine personelle Änderung im Prüfungsausschuss für Hessen ergeben: der langjährige Routinier Mundhenke ging in Ruhestand - nochmals von hier aus viele gute Wünsche hierfür und ein herzliches Dankeschön für die konstruktive Zusammenarbeit. Doch auch mit seinem Nachfolger ist eine freundschaftliche Kommunikation möglich.
Am 17.06.2000 wurde die erste praktische Prüfung im Hafen durchgeführt. Hierbei angeschlossen waren auch einige Schüler von Herrn Schlenter (Ausbildung bei Kozel), so dass die Prüfung bis mittags dauerte. Doch nach getaner Arbeit konnte der größte Teil beruhigt aufatmen und mit dem gewünschten Papier nach Hause gehen.
Eine weitere Prüfung war für den 08.07.2000 angesetzt, da nicht alle Teilnehmer den ersten Termin wahrnehmen konnten. Hier schlossen wir uns dann Herrn Schlenter an, der eine Großzahl seiner Schützlinge prüfen ließ.
Last, but not least, fand am 27.08.2000 der dritte Prüfungstermin für den Sportbootführerschein Binnen statt, nach dessen Abschluss letztendlich alle Teilnehmer des SCMsp mit dem begehrten Befähigungsnachweis ausgestattet waren.
Hier mein Dank an alle Lehrer (und ihre Familien), die ihre Freizeit für den SCMsp
geopfert haben:
Hans-Peter Eichel (der "Allroundtheoretiker"), das Ehepaar Lutz (die immer für
den "Durchblick" sorgen), Manfred Barth (der erstmalig und ganz fantastisch die
Gesetzeskunde übernahm), Joachim Steinborn (unser Regattafachmann) und den praktischen
Ausbildern Peter Köppen, Harald Klöppinger, Emil Stieber, Philipp Rahn, Erich Habelmann,
Hans Becker, Lutz Gentsch, Gerhard Roth, Helmut Handel und alle, die sonst noch geholfen
haben.
| Noch eine Zugabe für die Statistiker: wir hatten 21 Teilnehmer am Kurs, davon waren bereits 5 Mitglieder, 2 Jugendliche und 14 Nichtmitglieder. Bislang hat sich jedoch ein nicht geringer Teil dieser Nichtmitglieder dazu entschlossen, unserem Segelclub beizutreten. | ![]() |
Nach zwei Jahren Amtszeit muss ich zur Jahreshauptversammlung im November 2000 mein Amt abgeben. In verschiedener Hinsicht hat es sich ergeben, dass ich die benötigte Zeit für die Durchführung meiner Aufgaben im SCMsp nicht mehr aufbringen kann. Damit sich dies nicht negativ auf die Ausbildung auswirkt, habe ich mich dazu entschlossen den Platz für einen Nachfolger freizumachen, der über die erforderliche Zeit verfügt.
Ich hoffe, mit der abwechslungsreichen Gestaltung der angebotenen Kurse (Tauchen, Erste-Hilfe, Takel + Spleißen, Feuerbekämpfung) eine Anregung für die künftige Ausbildung gegeben zu haben und wünsche meinem Nachfolger bereits jetzt alles Gute und viel Freude an der Materie und verabschiede mich als Führerscheinobmann.
Patrick Heedt
Veranstaltungen der Saison 2000 Drei feste Festtermine haben wir im Jahresablauf des SCM: Sommerfest, Hafenfest und das Wiesenfest. Das Wiesenfest musste dieses mal wegen Helfermangel für Auf- und Abbau ausfallen schade.Beim Sommerfest und beim Hafenfest waren es dann doch wieder zahlreiche Helfer, die zum Gelingen der Feste ihren Beitrag leisteten.
Zu weiteren Veranstaltungen hatten Mitglieder Ideen, setzten diese um, organisierten und führten diese Veranstaltungen auch durch. Wie im vergangenen Jahr haben diese "kleinen Veranstaltungen" längst ihren festen Teilnehmerkreis gefunden und das ist gut so.
nix wie raus
"nix wie raus" - nach Lahnstein ins Schlösschen Brauwiesen
Emil Stieber war wieder fündig geworden. Emil hatte ein schönes Ausflugsziel entdeckt, gut mit dem Zug zu erreichen, am Wasser, am Rhein gelegen und man kann auch noch gut essen und trinken im Schlösschen Maximilians Brauwiesen.
Am 6. Februar 2000, Sonntag, ging es unter dem Motto "nix wie raus" rheinabwärts mit der Bahn nach Lahnstein.
Den ausführlichen Bericht finden hier.
Weinprobe
Einige Weinliebhaber aus dem SCM trafen sich am Samstag, den 18. März 2000 zu einer Weinprobe im Rheingau, im Weingut Wilhelm Markloff in Oberwalluf.
Viele Mitglieder kennen bereits den einen oder anderen Wein aus diesem Weingut, denn beim Hafenfest werden Weine aus dem Sortiment von Winzer Wilhelm Markloff angeboten. Einige wissen auch, von Weinproben in den 80ern und 90ern Jahren, wo das Weingut zu finden ist.
Daher war es ein Wiedersehen für die einen, ein Kennenslernen für die anderen. In einer Weinprobe hat uns dann Winzer Wilhelm Markloff einen Teil der Vielfalt seines Angebotes vorgestellt, natürlich mit Detailinformationen zu den Weinen und zur Arbeit eines Winzers im Weinberg und im Weinkeller. Wer wollte konnte auch die Keller besichtigen.
Die organisierte Fahrt mit dem Sammeltaxi machte die Weinprobe zu einem Erlebnis ohne Angst vor der Heimfahrt. Dieser Fahrtdienst kann auch bei den Clubfesten jederzeit in Anspruch genommen werden, vor allem von denjenigen, die nicht auf ihrem Boot übernachten wollen oder können.
Fahrradtour
Gerhard Roth organisierte am 16. April eine Radtour durch und über die "heims". Es ging von Bodenheim nach Nackenheim, über Nierstein weiter nach Dexheim, Mommenheim und zurück nach Bodenheim mit Abschluss in einer Weinschenke.
Sommerfest
Unser Sommerfest wie immer am Pfingstsonntag - am 9. Juni war ein großer Erfolg. Vor unserem Clubhaus hatten die Helfer eine kleine Zeltstadt aus unseren Pavillons aufgebaut. Für alle ein Dach überm Kopf und gegen die abendliche Kühle durch die Seitenwände gut geschützt.
Ab 18.00 Uhr spielten wieder Ralf Worf und seine Frau zur Unterhaltung und zum Tanz.
Viel Applaus erhielten die Teilnehmer an der Burg-Fest-Regatta bei der Preisverteilung.
Die Familie Rother hatte gut für Essen und Trinken gesorgt.
Hafenfest
Das inzwischen schon traditionelle Hafenfest fand am 12. August 2000 statt. Petrus hatte es mit dem Wetter, mit der großen Hitze sehr gut gemeint.
Unsere Pavillons waren der ideale Schattenspender, mit Durchzug und Rundumsicht.
Bei der traditionellen Gummibären-Regatta Seniorinnen und Senioren im Opti waren 14 Teilnehmer am Start, mehr trauten sich nicht, obwohl der Wind nicht so richtig wollte. Die Regattaleitung lag in den bewährten Händen von Jens Eider und Carsten Handel. Die als Erinnerungspreise verliehenen Captainsocken einer leuchtend grün der andere leuchtend rot, sahen angezogen einfach irre aus.
Wie immer wurden die Gäste mit einem Glas Sherry begrüßt, die Kinder mit Gummibärchen. Als Appetithappen gab es dann Brezeln von unserem Mitglied Peter Ditsch für die Teilnehmer.
Später konnten sich die Gäste an Schweinebraten in Kräuterkruste, Kartoffelsalat, Krautsalat und Laugenbrot, satt essen, natürlich hat es auch noch für Nachschlag gereicht.
Die Musik kam von CD´s und aus dem Radio nicht störend, sodass man sich gut unterhalten konnte.
Die Sektbar, Ulla Klöpfer und ihre Freundin am Ausschank, erhielt leider nicht ganz den erhofften Zuspruch, dafür aber mehr ihr Schmuckstand mit Schmuck von Pierre Lang.
Peter Ditsch spendete nicht nur genügend Brezeln und Brote, er stellte uns auch das Kühlfahrzeug für Getränke und Speisen zur Verfügung. Herzlichen Dank.
Oppenheim Stadtführung
Am 29. Oktober trafen sich ca. 30 SCM`ler zur Stadtführung durch Oppenheim mit einem Einsteig in die Oppenheimer Unterwelt. Vorschlag kam von Ingeborg Wörner, die auch Organisation und Durchführung übernahm. Lesen Sie bitte ihren Bericht in unserem Bordbuch.
Allen Helfern und Sponsoren ein herzliches Dankeschön!
Manfred Unglaub 2. Beisitzer
Auch in diesem Jahr standen wieder 15 sehenswerte Fotos zur Wahl.
Die Motive waren das heimische Revier mit unserem Hafen, dem Bleiaubach und dem Rhein, weiter Holland und Isselmeer, das Mittelmeer mit Istrien und Kroatien, sowie rund um Korsika.
Stimmungsbilder waren diesmal die Sieger. Einen schönen Segeltag in der Abendsonne ausklingen lassen und das noch in einem schönen Segelrevier wie auf Bild 15 Abendstimmung in Istrien und wie auf Bild 9 Abendstimmung in Kroatien - gehört zu den bleibenden Erinnerungen eines Urlaubs.
Das Bild 6 Winterruhe am Bleiaubach "wie gemalt" war der häufige Komentar zeigt uns die schönen Seiten auf der winterlichen Mainspitze. Es lohnt sich auch im Winter auf der Mainspitze und im Club vorbeizuschauen.
Von der Monatsversammlung am 2. November bis zur Jahreshauptversammlung am 26. November konnten Mitglieder, Gäste und Besucher ihre Auswahl zu treffen, 57 haben abgestimmt. Die Entscheidung zwischen Platz 1 und 2 trennten am Ende nur 1 Punkt (68 bzw 67 Punkte).
Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und herzlichen Dank an alle Teilnehmer am Wettbewerb.
Liebe Seglerinnen und Segler, auch für´s Jahr 2001 ist ein Fotowettbewerb angesagt, bitte denken Sie bereits jetzt daran!
Bildgröße 20 x 30 cm, Abgabeschluß ist die Monatsversammlung am 06. September 2001, höchstens 3 Bilder pro Teilnehmer. Besichtigung und Auswahl der Bilder erfolgt dann wieder im November bis zur Jahreshauptversammlung am 25. November 2001.
Manfred Unglaub
Bericht des 1. Vorsitzenden zur Segelsaison 1999
Die Segelsaison war zunächst beeinflusst durch das Hochwasser des Rheines, das glücklicherweise unser Clubhaus, das alte Fort Mainspitze, nicht gefährdete, aber durch anhaltenden hohen Pegelstand das Segeln entweder unmöglich machte oder zumindest stark behinderte. Leider musste auch die beliebte Pfingst-Regatta von Eich nach Gustavsburg ausfallen. Die Wasserschutzpolizei war hinter allen Seglern her, die bei dem Hochwasser kein UKW-Sprechfunkgerät besaßen bzw. nicht die richtige Senderfrequenz eingeschaltet hatten. Diese Bestimmung ist zwar sicherlich für die Berufsschifffahrt sinnvoll, aber uns Seglern kommt sie etwas übertrieben vor.
Die lang anhaltende Hochwassersituation wurde dann vom Wettergott durch einen schönen Sommer wettgemacht. Allerdings hatten wir wieder einmal bei einer Regatta absolute Flaute, aber daran sind wir ja mittlerweile schon gewöhnt. Die unter der fachmännischen Leitung unseres Spotwartes Winfried Eider durchgeführten Regatten wiesen erfreulicherweise eine höhere Beteiligung als in den Vorjahren auf. Auch die Jugendregatten in der Optimistenklasse waren gut beschickt.
Die Jugendarbeit hat unter Leitung des Jugendwartes Hans-Martin Reuter einen beachtlichen Aufschwung genommen. Wir wollen auch im nächsten Jahr durch die Erweiterung der clubeigenen Jugendflotte dafür sorgen, dass die Jugendlichen den Segelsport attraktiv finden.
Für die Instandhaltung unseres Clubhauses und des Clubgeländes musste wieder ein erheblicher Arbeitseinsatz aufgebracht werden, wobei unter der Regie unserer Takelmeisterin Anni Fricke so manche Schweißtropfen vergossen wurde.
Unserer hervorragenden Steganlage im Hafen IV galt die ständige Fürsorge unseres Hafenmeisters Erich Hessdörfer. Eine zunehmende Zahl von durchreisenden Seglern anderer Clubs bot die Steganlage entsprechende Gastliegeplätze während der Saison. Ein besonderes Ereignis war, als eine amerikanische Segelyacht mit einem Weltumsegler-Ehepaar einige Tage an unserer Steganlage festmachte und auch in der Clubversammlung über ihre Erlebnisse berichtete.
Bei unseren monatlichen Clubversammlungen wurden die Ereignisse innerhalb unseres Clubs vom Vorstand eingehend dargelegt und es fand ein reger Meinungsaustausch unter unseren Mitgliedern statt.
Unser Clubstander wurde von unseren Seglern auch in diesem Jahr wieder auf fast allen Weltmeeren gezeigt. Segeltörns bis nach Oslo oder Segeltörns im Mittelmeer in Kroatien waren ebenso durchgeführt worden wie die mit dem Langfahrt-Preis ausgezeichnete Reise über Flüsse und Kanäle rund Rügen wieder zurück nach Gustavsburg.
Unser Führerscheinobmann Patrick Heedt hatte alle Hände voll zu tun, um die entsprechenden Kurse für Segelführerscheine durchzuführen. Aus den Teilnehmern haben sich mittlerweile Neuzugänge für unseren Club ergeben. Insgesamt gehört unser Segelclub mit 262 Mitgliedern und rund 170 Schiffen zu den größten Segelvereinen in Hessen.
Unser Vorstandsmitglied Manfred Unglaub verstand es bei einer Reihe von Veranstaltungen das Clubleben auf der gesellschaftlichen Ebene voll in Schwung zu halten. Erfreulicherweise konnten wir am sogenannten Absegeln am Ende der Saison einen Törn mit Wind nach Schierstein machen und sogar wieder gegen die Strömung zu unserer Steganlage zurückkehren.
Auch die finanzielle Lage des Clubs unter Leitung unseres Schatzmeisters Dieter Schmidt hat sich im vergangenen Jahr wiederum erfreulich entwickelt. Wir waren in der Lage, die entsprechende Rückstellung für Instandhaltung an der Steganlage im Hafen IV weiter aufzustocken.
Die neue vor uns liegenden Segelsaison gehen wir mit Optimismus an. Unser Revier bietet soviel hervorragende Möglichkeiten, den Segelsport auszuüben und wir hoffen, auf einen guten Wind bei schönem Wetter und genügend hohem Wasserstand.
Dr. Heinz Lehna
Nachdem im Frühjahr 1999 die Boote ausgelagert und segelklar gemacht wurden, machte den Jugendlichen zuerst das Wetter (es war schlecht und regnerisch) und dann das Hochwasser einen Strich durch die Rechnung. Da ab einem bestimmten Wasserstand auch für die Jollen Segelverbot besteht, musste das Segeltraining im Frühjahr einige Male ausfallen. An den Wochenenden, an denen aber die Jugendarbeit möglich war, herrschte rege Teilnahme seitens der Jugendlichen. Nach den Sommerferien waren die Verhältnisse allerdings erheblich besser, so dass bis in den späten Oktober hinein bei guter Beteiligung gesegelt werden konnte.
Ebenso erfreulich war die Bereitschaft der Jugendlichen, an den Vereinsregatten teilzunehmen. Bei einer der Regatten hatten wir in der Optimistenklasse bis zu sechs Meldungen, so viel wie bei keiner anderen Klasse im Segelclub. Darüber hinaus haben einige der Jugendlichen in anderen Booten bei Vereinsregatten mitgemacht. Diese Entwicklung ist absolut erfreulich und lässt auch für eine bessere Beteiligung der Vereinsmitglieder allgemein an Clubregatten hoffen. An dieser Stelle sei den jeweiligen Regattaleitern gedankt, die durch ihren unermüdlichen Einsatz erst den Jugendlichen die Teilnahme ermöglichen. Schließlich bringt die Teilnahme von Kindern für die Wettfahrtleiter ein hohes Maß an Verantwortung mit sich, zumal wenn bei den Regatten auch gute Windverhältnisse herrschten, die von den zumeist doch unerfahrenen Kindern erst einmal beherrscht werden wollen. Mit drei Jugendlichen aus diesem Verein war ich in diesem Jahr bei der Ranglistenregatta des SC Eich. Leider ließen die Windverhältnisse keinen einzigen Lauf zu. Das war zwar schade, trotzdem war es für die Kinder aus unserem Verein, die zum ersten Mal auf einer Ranglistenregatta waren, faszinierend und lehrreich das Drumherum einer Regatta mit über 40 Teilnehmer zu erleben. Insofern hat es sich auf jedem Fall gelohnt und nächstes Jahr ist ja wieder Regatta in Eich ....
Auch wenn im Rahmen der Jugendarbeit im wesentlichen die praktische Ausbildung im Vordergrund steht, so sind gewisse theoretische Grundlagen einfach unverzichtbar. Auch diese wurden den Kindern beigebracht, wobei natürlich versucht wurde, den Stoff nicht allzu trocken zu vermitteln. Schließlich soll Segeln den Kindern in erster Linie Spaß machen und nicht durch übermäßige Lernerei vermiest werden. In diesem Jahr haben fünf Kinder während des Zeltlagers ihren Jüngstenschein abgelegt. Außer einer schriftlichen, theoretischen Prüfung mussten die Kinder auf dem Wasser auch den praktischen Teil absolvieren, was allen fünf auf Anhieb gelungen ist. Ich möchte den Kindern an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gratulieren und hoffe, dass auch im nächsten Jahr einige Jugendliche den Jüngstenschein machen.
Auch in diesem Jahr konnte ich feststellen, dass ein Großteil unserer Jugendlichen aus
dem Opti herausgewachsen sind. So werden unsere anderen Clubboote immer mehr von den 12-
bis 15- jährigen Kindern benutzt, so zum Beispiel der Topper, die Achat-Jolle, der
Partner oder aber sogar der "neue" Pirat, der uns von Dieter Rapp, einem
Clubmitglied, gestiftet wurde. Trotz seiner Größe eignet sich dieses Boot vorzüglich
für die Jugendarbeit, da mit ihm auch noch relativ unerfahrene Jugendliche zurechtkommen
und leichte Fehler noch verziehen werden, ohne dass das Boot gleich kentert. Ich habe
allerdings auch die Erfahrung machen müssen, dass mit dem Umstieg der Jugendlichen auf
Zweimann-Boote frühzeitig eine Festlegung auf Vorschoter oder Steuermann erfolgt; zu
früh nach meiner Meinung, da ich der Auffassung bin, dass jeder angehende Segler, bevor
er sich für die Rolle als Vorschoter entscheidet, Erfahrung auch als Steuermann machen
sollte. Deshalb haben wir im Vorstand entschieden, dass noch eine weitere kleine
Einhandjolle angeschafft werden soll, um umsteigewilligen Kindern einen Übergang
anzubieten.
Im Juli empfing der SCMsp im Rahmen der Ferienkarte-Aktion an zwei Tagen jeweils ca. zehn
Schulkinder. Dank der Mithilfe zahlreicher Clubmitglieder ist auch in diesem Jahr den
Kindern an beiden Tagen ein tolles Programm geboten worden. Im August hatte der Segelclub
Mainspitze eine Schulklasse des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums zu Besuch, die im Rahmen ihrer
Projektwoche das Thema "Segeln" behandelt hat. Dank der Mithilfe von
Clubmitgliedern konnten wir einen Vormittag lang den Schülern der 12. Klasse praktisches
Segeln demonstrieren. Ebenfalls im August hat auf dem Clubgelände das traditionelle
Zeltlager stattgefunden, an dem auch diesmal zahlreiche Kinder teilgenommen haben.
Während samstags bei schönem Wind gesegelt werden konnte, wurde sonntags die Prüfung
für den Jüngstenschein abgenommen. Ich hoffe, dass es den Kindern auch in diesem Jahr
wieder gefallen hat.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all den zahlreichen Helfern bedanken, die durch ihre Mithilfe die verschiedenen Aktionen erst ermöglicht haben. Es ist erfreulich, dass der Jugendarbeit in diesem Verein ein so hoher Stellwert beigemessen wird. Das, was der Verein seinen Jugendlichen bietet, ist angesichts des geringen Beitrags, den man als Jugendlicher leisten muss, überaus vielseitig. Der wachsende Zuspruch durch die Jugendlichen bestätigt dies. Was ich dazu beitragen konnte, habe ich getan. Sofern Sie mit meiner Arbeit im großen und ganzen zufrieden waren, freut es mich; ansonsten bin ich offen für Anregungen aller Art.
Hans-Martin Reuter
Himmel, muss ich den schon wieder einen Bericht schreiben?
Das neue Geschäftsjahr begann wie jedes Jahr mit Routine- und Instandhaltungsarbeiten. Im Februar gab es Abwechslung, Hochwasser! Viele Helfer kamen freiwillig, ein eifriger Helfer war Basti Rother. Er schleppte Bohlen, Sandsäcke und hörte den Mainzer Pegel ab. Somit wurde er zum "Hochwasserassistent" ernannt. Alles hat gut geklappt, vielen Dank! Die neueste Pumpe, noch nie benutzt, gab schnell ihren Geist auf. Ihr Innenleben hatte einen Fehler und wurde deshalb vom Werk umgetauscht. Pumpen werden nun vor jedem Einsatz getestet. Dank der Polderöffnung am Oberrhein war bei einem Pegel (Mainz) von 666 cm Stillstand. Allerdings stand das Wasser bis Ende März auf der Mainspitze.
Der Parkplatz, lange matschig, wurde im April mit Schotter aufgefüllt.
Unser "Affenfelsen" wurde gestrichen und auf dem Dach kleine Bäume entfernt. Dabei entdeckten wir ein Entennest mit sechs Eiern. Es stellte sich uns die Frage: Wie kommen junge Enten vom Dach zum Wasser?
Bäume sind etwas Schönes, wenn sie gesund sind. Auf unserem Gelände allerdings sind die meisten morsch. So wurde eine große Strecke des Zaunes und einige Pfosten vom Sturm niedergemacht. Der Schaden war kaum behoben, kam ein Hilferuf von Rothers: Zwei riesige Bäume fielen, wie genau abgemessen, zwischen zwei Hänger. Es gab keinen Schaden!
Im Sonderarbeitsdienst wurden sie zerschnitten. Eine Woche später fiel der Schattenspender auf der Jollenwiese um, knapp an der Villa "Lustig" vorbei! Wieder hatten wir Glück! Meinen besten Dank den Kettensäge-Männern! Hinter dem Clubhaus wurde der Zaun vor dem Umfallen bewahrt, der Urwald durchforstet. Dadurch ist der Fäkalientank beim Abpumpen wieder zugänglich.
Die Stadt Mainz hat ihr Wort gehalten. Im August wurde eine neue Wasserleitung von der Eisenbahnbrücke bis zum Haus verlegt.
Aufgepasst!
Es gibt keine Stellplätze für Dickschiffe und Hänger auf dem Clubgelände mehr!
Nochmals zur Erinnerung!
Halten Sie bitte Ihre Boots- und Hängerplätze sauber!
Ist Ihr Name auf dem Hänger noch lesbar? (Grube)
Achten Sie selbst auf Hochwasseransagen!
Der SCM ist nicht für Ihre Boote verantwortlich!
Jollen im Winterlager dürfen nicht angekettet werden!
Paddelboot-Besitzer, bitte melden Sie sich bei Frau Rübesamen, sonst werden die Boote im
Freien gelagert!
Ich danke allen Helfern für die gute Zusammenarbeit!
Meinen Dank auch der Familie Rother!
Ein gutes Jahr 2000 wünscht Ihnen
Anni Fricke
Am 21. November 1999 hatte der Club insgesamt 266 Mitglieder.
170 Mitglieder besitzen ein Boot (inklusive Clubboote).
27 Mitglieder sind bis zu 18 Jahre alt,
109 Mitglieder sind 19 bis 50 Jahre alt,
111 Mitglieder verteilen sich auf das Alter von 51 bis 65 Jahren,
über 66 Jahre alt sind 19 Mitglieder.
Der SCM hat damit 10,15 % Jugendliche in seinem Mitgliederbestand.
Ein Vergleich mit den Mitgliederzahlen des Landesverbandes
Hessen ergibt folgendes Bild:
Der Landesverband Hessen hat insgesamt 49 Mitgliedsvereine.
In diesen 49 Vereinen befinden sich 6.000 Mitglieder,
davon 941 Jugendliche.
Dies entspricht einem Anteil von 15,86 % Jugendlichen an der
Gesamtmitgliederzahl des Landesverbandes Hessen.
Der SCM ist immerhin der fünftgrößte Segelverein in Hessen.
Größer als der SCM sind nur die folgenden Vereine:
- Allgemeiner Hessischer Yachtclub, Mühlheim, 771 Mitglieder
- Seglergemeinschaft Kassel, 448 Mitglieder
- Dreieich Segelclub Langen, 443 Mitglieder
- Segelclub Rheingau, 317 Mitglieder
Nach dem SCM kommt als sechstgrößter Segelverein der
Sportsegelclub Diemelsee in Ense mit 208 Mitgliedern.
Die Größe des SCM wird auch dadurch verdeutlicht, dass der SCM
im Bereich des Seglerverbandes Hamburg immerhin noch der
zwölftgrößte Club wäre.
Dr. Thomas Münzenberg
Schriftführer